Schon im Januar knallten in der Derivatebranche die Korken. Mit einem kräftigen Umsatzwachstum startete der deutsche Zertifikatemarkt in das Handelsjahr 2010.
Das Handelsvolumen bei Anlagezertifikaten und Hebelprodukten stieg um fast 20 Prozent auf 4,41 Milliarden Euro. Als wichtigsten Grund dafür nennt der Branchenverband DDV den hohen Anlagebedarf der Investoren, der traditionell im Januar besteht. Dann erhalten sie Rückflüsse aus ihren Anlagen. Zudem wirkten sich auch die starken Schwankungen an den Aktienmärkten aus.
Die gestiegene Volatilität nutzten Investoren offenbar, um in die dadurch mit attraktiveren Konditionen versehenen Discount- und Bonuspapiere zu wechseln. Die Teilschutzpapiere verzeichneten Umsatzzuwächse von 40,3 (Bonus) und 28,4 Prozent (Discount). Bei Indexzertifikaten veränderte sich das Handelsvolumen dagegen nur marginal. Die Emissionstätigkeit der Banken erreichte im Januar den höchsten Stand seit zwölf Monaten. Insgesamt 55.868 neue Produkte wurden im ersten Monat des Jahres aufgelegt. Ende Januar notierten insgesamt 388.772 Derivate an der Stuttgarter und Frankfurter Börse.
Unternehmen |
Prozentuale Veränderung |
|
Unternehmen |
Prozentuale Veränderung |
Infineon |
1125% |
|
Merck |
4% |
Deutsche Bank |
164% |
|
Deutsche Telekom |
7% |
Commerzbank |
156% |
|
FMC |
27% |
Volkswagen |
112% |
|
SAP |
33% |
BASF |
109% |
|
E.ON |
33% |
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