Die Privatbankiers setzen bei ihrem JB Physical Gold (ISIN CH0044781174) ganz allein auf echte Goldbarren. Investitionen in Derivate sind verboten. In Zeiten der Finanzkrise und getrieben von Inflationsängsten hat das Bankhaus damit den Nerv der Anleger getroffen. Mittlerweile lagern 1,81 Millionen Unzen Feingold in den Schweizer Tresoren. Bis Ende des Jahres sollen sich dann mindestens zwei Millionen Unzen an Goldbarren stapeln, hofft der Leiter der Produktsparte bei Julius Bär, Stephan Müller, laut Finanzinformationsdienst Bloomberg.
Mit dem enormen Wachstum hat der Fonds die Produkte von Konkurrenten wie SPDR Gold Trust, ETF Securities oder der Zürcher Kantonalbank überholt. Der Goldpreis hat seit Jahresbeginn um rund acht Prozent auf 955 Dollar je Feinunze zugelegt. Ob die Goldhausse anhält, steht jedoch auf einem anderen Blatt. Die Analysten der Erste Bank in Wien sehen den Goldkurs langfristig bei 2300 Dollar. Anders die Strategen der
Deutschen Bank. Sobald die US-Notenbank Fed in zwei bis drei Jahren zu einer strengeren Geldpolitik zurückkehrt, werde der Dollar zulegen und der Goldpreis damit unter Druck geraten.
Die Bankiers von Julius Bär wappnen sich jedenfalls für alle Szenarien und planen Produkte auf andere Wertmetalle und Industriemetalle sowie Energierohstoffe. Für den JB Physical Gold bieten die Schweizer neben Dollar-Anteilen auch den Einstieg in Euro oder Schweizer Franken. Für die Verwahrung in den Tresoren kassiert das Institut eine jährliche Gebühr von 0,4 Prozent. Der Fonds ist allerdings nicht in Deutschland zum Vertrieb zugelassen.
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