„Anleger flüchten in Gold“, „Sicherheit zuerst“, „Schutz vor dem Absturz“ – solche Schlagzeilen liest man immer wieder einmal, wenn es um Gold geht. Angeblich laufen Aktien und das Edelmetall auch recht konträr gegeneinander und Gold steigt zumindest dann, wenn Sicherheit gefragt ist oder Aktien unpopulär sind.
Beurteilen kann man eine solche Beziehung aber am besten mit Hilfe eines Korrelationsindex. Dieser gibt an, wie sehr und ob überhaupt zwei Anlageklassen gleichzeitig steigen oder fallen. Ein Beispiel: Der EuroStoxx50 und der VSTOXX laufen exakt gegeneinander, denn steigt die Volatilität fällt der Index und umgekehrt. Doch trifft dies auch auf den DAX und Gold zu?
Leider nicht. Die Wahrheit ist vielmehr, dass Gold steigen, fallen oder einfach gleichbleiben kann, wenn die Aktienmärkte sich verändern. Die Korrelation zwischen DAX und Gold sowie EuroStoxx 50 und Gold beträgt auf Basis einer Commerzbank-Analyse exakt -0,04 gemessen im Jahr 2011. Mit anderen Worten: Jegliche Aussage darüber, ob Gold als Schutz bei fallenden Kursen taugt oder man in steigenden Märkten eher kein Gold haben sollte, ist mit Vorsicht zu genießen.
Hilfreicher ist da schon der Blick auf Industriemetalle oder den Ölpreis. Steigen die Metalle oder Brent-Öl, liegt bei einer Korrelation von 0,58 sowie 0,42 ein Gleichlauf vor. Bei einem Wert von 1 wäre die Korrelation perfekt, bei minus 1 genau gegenläufig.
Anleger, die ganz losgelöst von allen Korrelationen auf Gold setzen wollen, bietet sich jedoch gerade jetzt eine Gelegenheit. Denn die Preise sind bis auf rund 1600 Dollar zurückgekommen. Das macht zum Beispiel Capped-Optionsscheine attraktiv. Ein Papier mit Basis bei 1400 Dollar haben wir ausgewählt.
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