Meldungen

Optionsscheine Yen lädt zum Zocken ein

[16:39, 22.02.12]


Die Wirtschaft schrumpft, der Yen steigt: Es sieht düster aus für Japans Ökonomie. Die Notenbank will die Währung wieder drücken - und eröffnet damit risikofreudigen Anlegern Raum für Spekulationen.


Yen

 Yen

Die Meldungen aus Japan klingen nicht sehr zuversichtlich. Die Wirtschaft schrumpfte zuletzt wieder, und der Anstieg des Yen verschlimmert die Situation der exportorientierten Nation zusehends. Durch breit angelegte Liquiditätsmaßnahmen will die japanische Notenbank den Aufstieg des Yen stoppen. Anleger können sich für ein kurz- bis mittelfristiges Engagement auf die Seite der japanischen Zentralbank stellen, indem sie Knockout- Zertifikate erwerben, die von einem fallenden Yen profitieren. Aber Vorsicht: Diese Papiere eignen sich nur für risikofreudige Anleger.

Um die eigene Währung zu schwächen, hat die japanische Notenbank ein Programm zum Ankauf von Staatsanleihen aufgelegt, das jetzt sogar von 100 Mrd. auf rund 300 Mrd. Euro aufgestockt werden soll. Gleichzeitig soll die Wirtschaft durch eine bessere Versorgung mit Liquidität in Schwung gebracht werden. Die Ankündigung zeigt bereits Wirkung: Sowohl der Euro als auch der US-Dollar werten seit Kurzem gegen den Yen auf. Zusätzlich kommt den Japanern ein weiterer Effekt zu Hilfe. Für institutionelle Investoren gilt der Yen als sicherer Hafen. In dieser Funktion hat er im vergangenen Jahr von der europäischen Schuldenkrise kräftig profitieren können. Da sich nun aber eine Lösung um Griechenland abzeichnet, verkaufen Anleger den Yen und tätigen Investitionen in risikoreicheren Anlagen im Euro- und Dollar-Raum.

Auf der Liquiditätswelle reiten

Für Fans von Hebelprodukten, die auf diesen Zug aufspringen wollen, bieten sich Bull-Papiere auf den Euro- Yen- oder den Dollar-Yen-Kurs als Spekulationsobjekte an. Mit diesen Produkten setzen Anleger darauf, dass der Euro beziehungsweise der Dollar gegenüber dem Yen weiter steigen. Da sich Devisenkurse in der Regel weniger stark bewegen als Aktien oder Indizes, gelten Knock-outs auf Währungen mit Hebelfaktoren zwischen zehn und 20 noch als moderat. So vollzieht der in der Tabelle ausgewiesene Euro-Yen-Turbo, wie die Papiere auch genannt werden, der Deutschen Bank mit einer unbegrenzten Laufzeit und einem Hebel von 11,5 die Wechselkursbewegungen um diesen Hebelfaktor annähernd nach – bei steigenden wie fallenden Kursen.

Auch bei moderaten Hebeln ist ein eigenes Risikomanagement notwendig, da bei einer Verletzung der Knock-out-Schwelle der Totalverlust droht. Dazu muss es aber nicht kommen, wenn Anleger eigene Stoppkurse rund 30 Prozent unter dem Einstandskurs setzen. Es bleibt dann noch genügend Spielraum, um von positiven Nachrichten aus Japan, sprich einem fallenden Yen, zu profitieren.


 

© 2012 ftd, © Illustration: Bloomberg

Empfehlen

Facebook Twitter XING

Diesen Artikel bookmarken bei...

BlinkList del.icio.us Folkd Furl Google Linkarena Mister Wong oneview Webnews weblinkr Yahoo MyWeb YiGG


DAX 6.315,89

+30,14 Punkte/+0,48%
Chart
DAX Tops
  Kurse Diff%
13,24 +2,76%
29,99 +2,20%
15,31 +2,07%
8,88 +1,96%
DAX Flops
  Kurse Diff%
22,48 -5,35%
46,17 -2,55%
6,25 -1,08%
74,83 -1,04%
Kaufen Sie nach dem verpatzten Börsenstart nun Facebook-Aktien?
 
Ihre Stimmabgabe für das Leserinvestment der Ausgabe 24/2012

Grosse Lesserumfrage Zertifikateemittent 2012
25.05. Aurelius
25.05. BAVARIA Indu...
25.05. CYCOS
25.05. DocCheck N
mehr
Boerse Online DATA INTERAKTIVE
Finden Sie uns auf Facebook
Mehr Videos »