Die Meldungen aus Japan klingen
nicht sehr zuversichtlich. Die Wirtschaft
schrumpfte zuletzt wieder, und
der Anstieg des Yen verschlimmert die
Situation der exportorientierten Nation
zusehends. Durch breit angelegte
Liquiditätsmaßnahmen will die japanische
Notenbank den Aufstieg des
Yen stoppen. Anleger können sich für
ein kurz- bis mittelfristiges Engagement
auf die Seite der japanischen
Zentralbank stellen, indem sie Knockout-
Zertifikate erwerben, die von
einem fallenden Yen profitieren. Aber
Vorsicht: Diese Papiere eignen sich
nur für risikofreudige Anleger.
Um die eigene Währung zu schwächen,
hat die japanische Notenbank
ein Programm zum Ankauf von
Staatsanleihen aufgelegt, das jetzt
sogar von 100 Mrd. auf rund 300 Mrd.
Euro aufgestockt werden soll. Gleichzeitig
soll die Wirtschaft durch eine
bessere Versorgung mit Liquidität in
Schwung gebracht werden. Die
Ankündigung zeigt bereits Wirkung:
Sowohl der Euro als auch der US-Dollar
werten seit Kurzem gegen den Yen
auf. Zusätzlich kommt den Japanern
ein weiterer Effekt zu Hilfe. Für institutionelle
Investoren gilt der Yen als
sicherer Hafen. In dieser Funktion hat
er im vergangenen Jahr von der europäischen
Schuldenkrise kräftig profitieren
können. Da sich nun aber eine
Lösung um Griechenland abzeichnet,
verkaufen Anleger den Yen und tätigen
Investitionen in risikoreicheren Anlagen
im Euro- und Dollar-Raum.
Für Fans von Hebelprodukten, die
auf diesen Zug aufspringen wollen,
bieten sich Bull-Papiere auf den Euro-
Yen- oder den Dollar-Yen-Kurs als
Spekulationsobjekte an. Mit diesen
Produkten setzen Anleger darauf, dass
der Euro beziehungsweise der Dollar
gegenüber dem Yen weiter steigen.
Da sich Devisenkurse in der Regel
weniger stark bewegen als Aktien
oder Indizes, gelten Knock-outs auf
Währungen mit Hebelfaktoren zwischen
zehn und 20 noch als moderat.
So vollzieht der in der Tabelle ausgewiesene
Euro-Yen-Turbo, wie die Papiere
auch genannt werden, der Deutschen
Bank mit einer unbegrenzten
Laufzeit und einem Hebel von 11,5 die
Wechselkursbewegungen um diesen
Hebelfaktor annähernd nach – bei
steigenden wie fallenden Kursen.
Auch bei moderaten Hebeln ist ein
eigenes Risikomanagement notwendig,
da bei einer Verletzung der
Knock-out-Schwelle der Totalverlust
droht. Dazu muss es aber nicht kommen,
wenn Anleger eigene Stoppkurse
rund 30 Prozent unter dem Einstandskurs
setzen. Es bleibt dann noch
genügend Spielraum, um von positiven
Nachrichten aus Japan, sprich
einem fallenden Yen, zu profitieren.

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