Nach Brasilien, Russland, Indien und China schiebt sich mit elf anderen Staaten die nächste Generation Schwellenländer in den Vordergrund - zur Freude der Anleger.
Genau zehn Jahre ist es her, dass Jim O'Neill, Topanalyst von
Goldman Sachs, mit dem Buchstabencode Bric für Aufsehen sorgte. Das Kürzel steht für die Länder Brasilien, Russland, Indien und China, die seither als Wachstumsmotor der Weltwirtschaft und Anlageregion mit Zukunft gelten.
Tatsächlich konnten Investoren in den vergangenen Jahren mit Produkten, die sich auf die vier Wachstumsmärkte beziehen, gute Renditen erzielen. Allerdings war die Kursentwicklung oft sehr schwankend.
Obwohl Kritiker O'Neill vorwerfen, das Akronym Bric als Marketing-Gag entwickelt zu haben, verschaffte das Konzept den Ländern einiges Ansehen bei Investoren und Selbstbewusstsein - auch auf dem politischen Parkett. So erklärten sich diese Staaten unlängst bereit, ihre Mittel für den Internationalen Währungsfonds (IWF) zu erhöhen, um die europäischen Schuldnerstaaten eindämmen zu helfen.
Nach einem ersten Prognose-Update im Jahr 2003 hat
Goldman Sachs die Bric-Länder jetzt erneut unter die Lupe genommen. Fazit: Die vergangenen zehn Jahre sind mit Blick auf das Wachstum für diese Länder außergewöhnlich erfolgreich gewesen. Lag der Anteil der Bric-Staaten am globalen Bruttoinlandsprodukt im Jahr 1990 gerade mal bei elf Prozent, so sind es heute etwa 25 Prozent. Für 2050 erwartet
Goldman Sachs einen weltweiten BIP-Anteil von 40 Prozent, gemeinsam mit anderen Schwellenländern sogar von 73 Prozent. Folgerichtig sehen die Analysten die vier Staaten im Jahr 2050 unter den top fünf der globalen Volkswirtschaften.
Anleger müssten sich jedoch darauf einstellen, dass das Wachstumstempo nicht mehr so rasant sein werde, warnen die Experten von Goldman. China etwa erzielte in dieser Dekade Wachstumsraten von durchschnittlich zehn Prozent. Eine Fortsetzung der Erfolgsstory sei hier aber eher unwahrscheinlich.
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