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DDV-Umfrage Derivate-Emittenten blicken pessimistisch auf 2012

[13:58, 08.12.11]


Schwache Geschäfte, schärferen Wettbewerb und weniger Konkurrenten - das erwarten laut einer Erhebung des Deutschen Derivate Verbands die meisten Anbieter von Hebelprodukten und Zertifikaten im kommenden Jahr.


DDV, Deutscher Derivate Verband

 DDV, Deutscher Derivate Verband

Die Derivateanbieter am deutschen Markt blicken einer Umfrage zufolge wenig optimistisch auf das kommende Jahr. Rund 58 Prozent gehen davon aus, dass das Geschäft in der ersten Jahreshälfte 2012 ebenso wie in den vergangenen Monaten eher mau laufen wird, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage des Deutschen Derivate Verbandes (DDV) hervorgeht. Daran haben dem DDV zufolge 24 Emittenten teilgenommen, auf die 98 Prozent des verwalteten Vermögens auf dem deutschen Marktes entfielen.

Der Umfrage zufolge erwartet ein Drittel, dass das Geschäft mit Zertifikaten und Hebelprodukten 2012 besser laufen wird als zuletzt. Der Rest glaubt, dass es weiter bergab gehen wird. Schon in der zweiten Hälfte dieses Jahres habe sich das Geschäft eingetrübt, gaben drei Viertel der Befragten an. Fast ebenso viele Emittenten gaben an, dass sich der Wettbewerb in der Branche im laufenden Jahr verschärft habe.

Angesichts des schwierigen Branchenumfeldes erwartet ein Großteil der Emittenten, dass sich Wettbewerber aus Deutschland zurückziehen werden. Rund 61 Prozent gehen davon aus, dass es im nächsten Jahr weniger Emittenten geben wird als momentan. Andererseits rechnen 17 Prozent mit neuen Anbietern, der Rest erwartet keine Veränderung.

Die meisten Befragten rechnen für 2012 mit einem gleichgroß bleibenden Angebot an Zertifikaten und Hebelprodukten. Etwa 42 Prozent gehen davon aus, dass die Palette bei etwa 850.000 verbrieften Derivaten verharren wird. Ein Drittel erwartet, dass das Angebot unter dem Strich wachsen wird, ein Viertel rechnet mit einer geringeren Produktzahl.

Wer Durchhaltevermögen beweist oder eine neuen Anlauf wagt, werde sich vor allem über den Preis mit der Konkurrenz messen müssen, denken 48 Prozent der Befragten. Serviceleistungen wie spezielle Informationsangebote oder die Produktqualität hätten weniger Bedeutung. Demnach hat der Preis im Kampf um Anleger nun einen deutlichen höheren Stellenwert als vor einem Jahr. Damals hatten in einer ähnlichen DDV-Umfrage nur 17 Prozent der Emittenten angegeben, dass der Preiswettbewerb sich verstärken werde.


 

© 2011 Reuters, © Illustration: Pressebild

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