Wo steht der DAX am 17. Dezember 2010? Wer davon eine ungefähre Vorstellung hat, der kann seine Markteinschätzung mit einer neuen Produktversion von der
Société Générale, sogenannten End-Inline-Optionsscheinen, umsetzen.

Es handelt sich dabei um eine Weiterentwicklung der klassischen Inliner. Diese folgen einem einfachen Muster: Für jeden Basiswert gibt es eine obere und eine untere Kursschwelle. Bleiben diese bis zum Ende der Laufzeit unberührt, erfolgt die Liquidation der Scheine zu den standardisierten 10 Euro andernfalls verfallen sie wertlos.
Im Unterschied zu herkömmlichen Inline-Optionsscheinen werden bei der End-Inline-Variante die avisierten 10 Euro je Schein zurückgezahlt, wenn der Schlusskurs des Basiswerts am Beobachtungstag innerhalb eines vorab festgelegten Korridors liegt. Eine ständige Knock-out-Gefahr besteht also nicht. End-Inline-Optionsscheine weisen deshalb ein niedrigeres Risiko auf als die klassischen Produkte, bei denen der Basiswert für eine erfolgreiche Rückzahlung während der kompletten Laufzeit innerhalb des Kurskorridors liegen muss.
Zur Einführung hat die
Société Générale insgesamt 25 Scheine auf den DAX emittiert – mit drei verschiedenen Laufzeiten und unterschiedlichen Korridoren. Doch Achtung: Tritt die erwartete Marktentwicklung nicht ein, notiert der DAX am Bewertungstag also außerhalb des Kurskorridors, verfällt der End-Inliner und wird zum Restwert von 0,001 Euro ausgebucht.
Unter den bis Dezember laufenden Scheinen hat ein Inliner mit einem Korridor von 5500/6500 Punkten ein interessantes Chance-Risiko-Verhältnis. Das Papier (ISIN DE000SG1TZT6) wird zu 6,67 Euro gehandelt und kann um 50 Prozent steigen, sofern der Index am Verfallstag, dem 17. Dezember, zwei Bedingungen erfüllt: Er muss einerseits, wie in den vergangenen fünf Monaten, über 5500 Punkten notieren und darf andererseits die Marke von 6500 Zählern nicht übersteigen, was zuletzt im August 2008 der Fall war.
Nur 25 Cent teuer ist ein End-Inline-Schein (ISIN DE000SG1TZ84), der sogar eine Range von 5000 bis 7000 Zähler zulässt. Anleger müssen hier allerdings noch sechs Monate weiter in die Zukunft schauen, denn abgerechnet wird erst am 17. Juni 2011. Wer lieber kurzfristig unterwegs ist, für den ist ein Schein (ISIN DE000SG1TZL3) gedacht, der von 6,33 auf 10 Euro steigt, wenn der DAX am 15. Oktober zwischen 5750 und 6250 Punkten notiert. Seit Mai war dies an lediglich zehn Tagen nicht der Fall.
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