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Zeichen der Erholung Turbos für Amerika

[14:49, 04.01.12]


US-Aktien haben derzeit mehr zu bieten, als der Rest der Welt. Wer Mut hat, setzt den Hebel an - mit Papieren auf den S&P 500 und Nasdaq 100.


Noch im Oktober herrschte in der US-Wirtschaft Alarmstimmung. Namhafte Ökonomen rechneten mit einer Rezession, mindestens aber mit einer Wachstumsabschwächung. Noch sind die Sorgen nicht gänzlich verflogen, aber die Zeichen für eine Erholung der Konjunktur mehren sich. Mutige Anleger können das nutzen und mit Knock-out-Papieren auf steigende Aktienkurse setzen.

Während Europa seine Schuldenkrise immer noch nicht gelöst hat und in Asien, insbesondere in China, eine Konjunkturabkühlung droht, sorgt die US-Wirtschaft für positive Schlagzeilen. Besonders erfreulich ist die Entwicklung des Konsumentenvertrauens, das zuletzt auf ein Acht-Monats-Hoch kletterte. Grund ist eine Verbesserung der Situation am Arbeitsmarkt, wo in den vergangenen Monaten wieder mehr Arbeitsplätze entstanden.

Daneben konnten sich US-Firmen gut in Szene setzen. "Viele sind global ausgerichtet, haben ihre finanziellen Reserven ausgebaut, ihre Lager schlank getrimmt und die Profitabilität erhöht", sagt der ehemalige Chefstratege der  Deutschen Bank Ed Yardeni, der jetzt die Beratungsfirma Yardeni Research leitet.

Das positive Momentum am US-Aktienmarkt können risikobereite Anleger am einfachsten mit Knock-out-Bull-Papieren nutzen. Die sogenannten Turbos sind vergleichsweise transparent, weil die Wertentwicklung lediglich vom Kurs des Basiswerts abhängt, der annähernd eins zu eins nachvollzogen wird. Als Basiswerte bieten sich der marktbreite Index S&P 500 sowie der technologielastige Nasdaq 100 an. Steigt der S&P-500-Index um zehn Prozent, erzielt ein Turbo-Bull mit einem Hebel von vier einen Gewinn von rund 40 Prozent.

Nascar-Rennen in den USA

 Nascar-Rennen in den USA

Der Hebel kommt dadurch zustande, dass statt des Indexstands von rund 1260 Punkten nur ein Bruchteil bezahlt wird, nämlich umgerechnet etwa 315 Punkte. Steigt der Index um zehn Prozent, also um 126 Punkte, macht dieser Anstieg im Turbo 40 Prozent aus. Umgekehrt verliert der Knock-out diesen Betrag, sollte der Index zehn Prozent fallen.

"Wer sich mittelfristig engagieren will, muss beim Kauf eines Knock-outs aber die Finanzierungskosten einkalkulieren", so Nicolai Tietze, Derivateexperte der  Deutschen Bank. Denn wie aus dem Beispiel hervorgeht, vergibt der Emittent solcher Papiere indirekt einen Kredit an den Anleger, der nur einen Teil des Gesamtwerts als Kaufpreis aufbringen muss. Für diesen Kredit sind dann die Finanzierungskosten aufzubringen. Sie fallen vor allem bei einer längeren Haltedauer ins Gewicht. Derzeit verlangen Emissionshäuser rund zwei bis vier Prozent im Jahr.


 

© 2012 ftd.de, © Illustration: reuters

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