Von Antonie Klotz
Messinstrumente für die Inflation waren den strengen Währungshütern der Deutschen Bundesbank bis vor rund einem Jahrzehnt ein Dorn im Auge. Heute ist das kaum noch vorstellbar, doch damals war der Handel von Produkten auf Indizes ohne Gewinnbegrenzung oder Gold verboten.
Die moderne Investmentwelt macht aber nahezu alles möglich. Am 21. Januar wird die Terminbörse Eurex den Handel des Euro-Inflations-Futures aufnehmen. Der Kontrakt soll die Entwicklung des Verbraucherpreisindex darstellen. Exakt handelt es sich um den HICP, den Harmonized Index of Consumer Prices, also den harmonisierten Verbraucherpreisindex – ohne Tabak. Die Eurex ist die erste Terminbörse, die einen standardisierten Handel in diesem Bereich bietet. Bislang werden Terminkontrakte dieser Art nur im Over-the-Counter-Markt (OTC) gehandelt, sprich im Direkthandel und mit professionellen Marktteilnehmern.
Um die Liquidität zu konzentrieren, gibt es täglich zwei fünfzehnminütige Auktionen. In dieser Zeit dürften die Hauptumsätze getätigt werden. Ansonsten erfolgt ein kontinuierlicher Handel, bei dem Marketmaker auf Preisanfragen handelbare Quotes stellen.




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