Von Daniel Saurenz
Der Preis für Zucker hat es gezeigt. Bildet sich erst einmal ein Trend aus, sind Agrarrohstoffe kaum zu halten. Ein neuer Favorit steht schon in den Startlöchern.
2009 war für Agrarfans ein Abenteuer. Zucker verteuerte sich um rund 80 Prozent und stieg im weiteren Verlauf gar auf ein 29-Jahres-Hoch. Rohöl lieferte eine Tal- und Bergfahrt und bei Erdgas war über lange Zeit eine Investition aufgrund des immensen Contango überhaupt nicht anzuraten. Nun hat sich die Situation etwas beruhigt und Anleger forschen nach den Favoriten für 2010.
Für den Experten Frank Schallenberger von der Landesbank Baden-Württemberg ist zumindest ausgemacht, welche Strategien es zu vermeiden gilt. „Im Agrarbereich macht das Contango vor allem Weizen und Mais unattraktiv. Obwohl beide über Nachholpotenzial verfügen sollten, muss sich der Anleger fragen, ob ein Investment bei bis zu 19 Prozent Rollverlust p.a. noch interessant ist“, so der Rohstoffexperte. Das gleiche trifft nach wie vor auf Erdgas zu, wo Anleger 2010 immer noch gut 20 Prozent Rollverluste hinnehmen müssen.
Eine Sondersituation zeigt sich bei Zucker. Nach dem heftigen Anstieg ist nun eine Backwardation eingepreist, was bedeutet, das der Preis für später fällige Futures unter dem aktuellen Preisniveau liegt. Wer es daher wagt, nach der Rally noch in Zucker zu investieren, kann mögliche Rückschläge über die Terminkurve zumindest teilweise auffangen. Die Rollgewinne liegen immerhin im Bereich von rund 30 Prozent.
Fast Rollgewinn oder -verlust frei sind dabei wie zu erwarten Gold, Silber und Nickel, aber auch Soja oder Sojabohnen. Bei Agrarrohstoffen sollten Anleger daher vor allem ein Auge auf den Sojabereich haben. Dafür spricht auch der langfristige Chart. In den vergangenen drei Jahren ging es für den Rohstoff nie unter die Marke von etwa acht Dollar, wobei die Tests dieser Region seit Beginn des Jahres 2009 an einem immer höheren Kurs endeten. Anleger kaufen bei Sojabohnen daher ein gutes Chance-Risiko-Verhältnis und setzen auf einen Anstieg über die 10 Dollar-Marke.
Mit einem Knock-out-Papier mit Hebel vier sind dabei merkliche Gewinne möglich. Der Stopp sollte knapp unter dem Jahrestief von 8,43 Dollar angesetzt werden, was für das Hebelpapier in etwa 1,51 Euro ausmacht.
Sojabohnen Knock-out |
|
WKN |
CM03ZP |
Kurs: |
1,75 Euro |
Stopp: |
1,51 Euro |
Knock-out: |
7,08 Dollar |
Laufzeit: |
unbegrenzt |

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