Von Stefan Mayriedl
Vier Papiere werden verkauft, die mit bis zu 53 Prozent per anno rentierten. Dafür werden gleich viele ins Depot geholt, die bei überschaubarem Risiko allesamt hohe zweistellige Gewinnmöglichkeiten aufweisen.
Nur noch etwa zwei Prozent ist das Zertifikatedepot von seinem Rekordhoch entfernt. Um der Performance neuen Pep zu geben, werden in dieser Woche etliche Anpassungen vorgenommen.
Zunächst einmal trennen wir uns von vier Zertifikaten, die allesamt unmittelbar an der Höchstauszahlung notieren, unsere Erwartungen also in vollem Umfang erfüllt haben. Verkauft werden das Bonus-Cap-Zertifikat auf
Celesio, das das seit Mitte November im Depot lag und seither um gut 13 Prozent zugelegt hat, was einer Per-Anno-Rendite von etwa 53 Prozent entspricht. Einen Monat länger sind wir in Bonus-Cap-Papiere auf den DAX und
Nokia, sowie in den MAN-Discounter engagiert, die mit erreichten Per-Anno-Renditen zwischen 16 und 19 Prozent ebenfalls veräußert werden.
Attraktive Alternativen gibt es zuhauf. So bleiben wir in den charttechnisch soliden
Nokia engagiert und switchen auf Bonus-Cap-Zertifikate (WKN: CM9RAE), die mit einer unteren Schwelle bei 7,30 Euro ausgestattet sind. Bleibt diese bis zum 16. Dezember unberührt, werden die Papiere um gut 18 Prozent zulegen. Wir erwerben mit einem Limit bei 10,50 Euro 600 Stück. Am 200-Tage-Durchschnitt könnte sich die zuletzt etwas schwächliche RWE-Aktie stabilisieren. Gelingt das nicht, scheint das Risiko für die ebenfalls zu erwerbenden Bonus-Cap-Zertifikate (WKN: LBW9VS) dennoch überschaubar zu sein, denn deren kritische Schwelle 45,80 Euro liegt sogar unter dem markanten Tief von März 2009. Wir kaufen mit einem Limit bei 76,60 Euro 90 Stück, die bei einer Laufzeit bis Juli 2011 um gut 30 Prozent zulegen sollten.
Nach einem erfolgreichen Engagement im Sommer/Herbst 2009 wollen wir zudem erneut in den russischen Markt gehen. Basiswert ist der RDX-EUR-Index (siehe Chart), der zu Jahresbeginn aus seinem langfristigen Abwärtstrend ausbrechen konnte, und dessen gut einjähriger Aufwärtstrend weiter intakt ist. Sollte dieser durchbrochen werden, dient die 200-Tage-Linie um 1160 Punkte als gute Unterstützung. Die kritische Schwelle der Bonus-Cap-Zertifikate (WKN: SG1JC0) ist wiederum erst bei 1025 Zähler angesiedelt. Bleibt sie bis zum 17. Dezember intakt, rentieren die Papiere mit etwa 34 Prozent per anno. Wir erwerben mit einem Limit bei 19,70 Euro 350 Stück.
Auch den bärishen Part wollen wir nicht vernachlässigen. Im Depot liegen ja noch die DAX-Capped-Put-Optionsscheine mit 6600er-Obergrenze, die aktuell um 4,60 Euro notieren und noch haltenswert sind. Neu aufgenommen werden Reverse-Bonus-Cap-Zertifikate (WKN: SL1CM5) auf
Daimler, die bis Dezember laufen und mit knapp 22 Prozent per anno rentieren, sofern die Aktie (siehe Chart) bis dahin niemals auf 39,00 Euro steigt. Angesichts des Durchbruchs unter die 200-Tage-Linie und den mittelfristigen Aufwärtstrend sowie eines intakten zweieinhalbjährigen Abwärtstrends erscheint dies nicht sehr wahrscheinlich. Mit einem Limit bei 106,20 Euro werden 100 Stück erworben.




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