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Von Dennis Kremer
Nun musste auch
BMW daran glauben: S&P hat die Ratingnote des Autobauers gesenkt. Welche Folgen könnte das für Privatanleger haben?

Die Ratingagentur Standard&Poor's (S&P) hat die Ratingnote des Autobauers
BMW verschlechtert. Sie senkte die Note des Fahrzeugherstellers um eine Stufe von "A" auf "A-". Bereits im April hatte die Ratingagentur Moody's das BMW-Rating auf "A3" herabgesenkt.
S&P begründete die Verschlechterung der Ratingnote vor allem mit den schlechten Geschäftsaussichten für den Autobauer. Man erwarte, dass die Profitabilität des Herstellers auch im Jahr 2010 schwach bleiben werde, schreiben die Analysten. Zwar rechnen sie damit, dass
BMW im nächsten Jahr wieder mehr Autos verkaufen werde als noch in diesem Jahr. Dennoch werde es noch längere Zeit dauern, bis
BMW wieder einen Gewinn erzielen könne, der dem Ansehen der Automarke angemessen sei.
Auch der Ausblick, den S&P für die kommenden Monate vergibt, ist negativ. Das bedeutet: Die S&P-Analysten rechnen damit, dass sich die BMW-Note innerhalb der nächsten zwölf bis achtzehn Monate noch einmal weiter verschlechtern könnte.
Zwar bleibt
BMW auch mit der aktuellen Note weiterhin im oberen Bereich der als solide geltenden Investitionsklasse (S&P: Ratingnote "BBB-" und besser). Besitzer von BMW-Anleihen müssen sich also keinerlei Sorgen machen, dass der Autobauer ihre Bonds nicht mehr zurückzahlen kann. Auf die Kurse kann sich die Ratingverschlechterung aber durchaus auswirken. Denn eine niedrigere Ratingnote kann dazu führen, dass sich vor allem professionelle Anleger wie Versicherungen und Pensionsfonds von den Papieren trennen. Und das drückt die Kurse.
Ein Kursrutsch bei BMW-Papieren ist aber bislang nicht zu beobachten. Der Grund: Die meisten Profi-Investoren hatten die Herabstufung bei S&P erwartet, da Moody's bereits im April mit dem Downgrade der BMW-Anleihen vorgeprescht war. Zudem kommt es in der Regel erst dann zu größeren Kursverlusten, wenn eine Anleihe aus der Investitionsklasse herausfällt und in den Ramschstatus herabgestuft wird. Dann nämlich sind viele institutionelle Investoren wegen ihrer Anlagerichtlinien dazu gezwungen, die Papiere zu verkaufen.
Für
BMW allerdings dürfte die Schuldenaufnahme über Anleihen aufgrund der Herabstufung teurer werden. Anleger können also bei neuemittierten BMW-Anleihen in Zukunft mit höheren Zinskupons rechnen.
| Unternehmen | ISIN | Aktuell | Veränderung | Details |
|---|---|---|---|---|
| BMW | DE0005190003.DE | 29,63 EUR | + 0,05 % |


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