Von Dennis Kremer
Nach den Rekordwerten des Vorjahres ist die Zahl neuer Unternehmensanleihen im Januar zurückgegangen. Anleger müssen sich auf niedrigere Kupons einstellen.
Nach einem Rekordjahr 2009 ist im Januar am Markt für Euro-Unternehmensanleihen wieder mehr Beschaulichkeit eingekehrt: Firmen aus der als solide geltenden Investitionsklasse (Standard & Poor's bis zur Note "BBB-"; Moody's bis zur Note "Baa3") begaben im Januar Euro-Bonds im Volumen von 12,6 Milliarden Euro. Bonitätsschwache Emittenten mit schlechteren Bewertungen brachten im selben Monat Papiere im Umfang von etwa 5,2 Milliarden Euro heraus. Diese Bonds werden auch als Ramschanleihen bezeichnet. Bei beiden Berechnungen sind Bank- und Versicherungsanleihen ausgenommen.
Die Zahlen vom Januar liegen zwar deutlich über den Emissionsziffern aus dem Dezember 2009, kommen ansonsten aber nicht an die Rekordwerte anderer Monate des Vorjahres heran: So erreichte von Januar bis Juni 2009 die Zahl neuer Anleihen mindestens ein Volumen von rund 17 Milliarden Euro pro Monat. Ramschanleihen erzielten ihren höchsten Wert im Oktober 2009. Damals kamen Bonds im Gesamtvolumen von sieben Milliarden Euro auf den Markt. Nicht nur die Menge neuer Anleihen ging zurück. Auch die Kuponzahlungen, die Anleger erhalten, sind nach Berechnungen der Unicredit im Januar gesunken: Für Neuemissionen mit soliden Ratingnoten betrugen sie im Durchschnitt nur noch rund vier Prozent.




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