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Fachbeiträge

Pfandbriefe Transparenz für die Anleger

[10:15, 16.10.08]


Verbandsstatistiken zeigen Überdeckung der Pfandbrief-Emissionen. Aktuelle Übersicht über Deckungsmassen jedes einzelnen Emittenten. Gerade in Krisenzeiten beruhigende Erkenntnisse zum deutschen Pfandbrief.


Die Subprime Krise in den USA hat durchaus auch Besitzer deutscher Pfandbriefe hinsichtlich der Rückzahlung ihrer Papiere beunruhigt. Aber der deutsche Pfandbrief ist anders; anders als viele ähnlich klingende bzw. aufgemachte Emissionen im internationalen Bereich. Hypothekenpfandbriefe sind mit Deckungsmassen – grundpfandrechtlich besicherten Forderungen gegen einen Pool von Immobilienobjekten – als Sicherheiten unterlegt. Folglich kommt es ganz wesentlich auf die richtige Bewertung der beliehenen Objekte in den Deckungsmassen an, da diese im Falle eines Falles als Sicherheit dienen. Dabei wird der Beleihungswert aus Sicherheitsgründen nur zu 60 Prozent beliehen. Ein erstes Sicherheitsventil.

Absicherung Nummer zwei ist die mehr als vorsichtige Ermittlung des Beleihungswertes selbst. Bei diesem werden vorübergehende, etwa konjunkturell bedingte Wertschwankungen und spekulative Elemente ausgeschaltet. Alles gut und schön, sagt sicher der Anleger. Aber Papier ist geduldig, zumal ja auch die US-Subprime-Titel von den Rating-Agenturen durchaus gute Ratings erhalten hatten. Hier hat nun der Verband der deutschen Pfandbriefbanken beste Argumente, sprich detaillierte Informationen an der Hand; im Internet auf den Web-Seiten des Verbandes (www.pfandbrief.de) bzw. auf den Web-Seiten sämtlicher Pfandbriefemittenten, die der Verband wiederum auch publiziert.

Das dort gebotene Informationsmaterial ist detailliert und natürlich aktuell. Es enthält Tranzparenzangaben aller Emittenten in einer über alle Institute aggregierten Fassung. Übersichten und Grafiken zum Pfandbriefumlauf, dem aggregierten Volumen der Deckungsmassen und die jeweilige Überdeckung. Ferner: Zusammensetzung der Deckungswerte für Hypothekenpfandbriefe nach Nutzungsart sowie unterteilt nach in- und ausländischen Forderungen, Daten zur Laufzeitenstruktur der umlaufenden Pfandbriefe und der dafür verwendeten Deckungsmassen, Aufgliederungen nach Größengruppen der zur Deckung von Hypothekenpfandbriefen verwendeten Forderungen etc. Aber mit aggregierten Zahlen ist der einzelne Pfandbriefbesitzer sicher nicht zufrieden. Er will wissen, was bei seinen Papieren, also seinem Emittenten Sache ist. Ok. Dafür findet er auf den Verbands-Webseiten die Veröffentlichungsstellen dieser detaillierten Reports für alle vdp-Mitgliedsinstitute, schön zum Anklicken. Ein Service, der gerade in Krisenzeiten von Anlegern dankbar aufgenommen werden dürfte.

Bruno Hidding, vdp


 

© 2008 boerse-online.de

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