Leitzinsentscheidungen der Zentralbanken: Es wurden in dieser Woche keine relevanten Zinsveränderungen beschlossen. Daten aus USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe 521t nach 554t / Registrierte Arbeitslose 6.040t nach 6.112t / ICSC Ladenumsätze Sept. +0,1 nach -2,0% (YOY) / Lagerbestände Großhandel Aug. -1,3% nach -1,6% / Handelsbilanz -30,7 Mrd. USD nach -31,9 Mrd. USD / IBD/TIPP wirtsch. Optimismus Okt. 48,7 nach 52,5 / ABC Verbrauchervertrauen -48 nach -45 / Bloomberg Globales Vertrauen Okt. 61,7 nach 58,54 / MBH Hypothekenanträge -1,8% nach +16,4% / Importpreisindex Sept. +0,1% nach +1,6% (MoM), -12,0% nach -15,3% (YoY) / erwarteter Einzelhandelsumsatz Sept. -1,5% nach +2,2% / Einzelhandelsumsatz ohne Autos Sept. +0,5% nach +1,0% / Retail Sales ohne Autos u. Gas Sept. +0,4% nach +0,6% / Lagerbestände Sept. -1,5% nach -1,1%. Daten aus Euroland: ZEW-Umfrage Konjunkturausblick Okt. 56,9 nach 59,6 / Industrieprod. Aug. +0,9% nach +0,2% (MoM) sb, -15,4% nach -15,9% (YoY) wda. Daten aus Deutschland: Industrieprod. Aug. +1,7% nach -1,1% (MoM)sb, -16,8% nach -17,0% (YoY)nsb wda / Handelsbilanz Aug. +8,1 Mrd. € nach +14,1 Mrd. €/ VPI Sept. final unv. -0,4% (MoM), unv. -0,3% (YoY) / Leistungsbilanz Aug. +4,6 Mrd. € nach +11,4 Mrd. € / VPI-EU harmonisiert Sept. final -0,5% nach -0,4% (MoM), -0,5% nach -0,4% (YoY) / Importe Aug. +1,1% nach +0,1% (MoM) / Exporte Aug. -1,8% nach +1,7% (MoM) / Großhandelspreisindex Sept. -0,2% nach +0,7% (MoM), -8,1% nach -8,3% (YoY) / ZEW-Umfrage Konjunkturausblick Okt. 56,0 nach 57,7 / ZEW-Umfrage (Aktuelle Lage) Okt. -72,2 nach -74,0.
Tradingrange während der Berichtswoche: Euro-Buxl-Future zwischen 100,46% und 98,00%, Euro-Bund-Future zwischen 123,04% und 121,75%, Euro-Bobl-Future zwischen 116,18% und 115,34% und Euro-Schatz-Future zwischen 108,27% und 107,92%.
Zu Beginn der Handelswoche testete der Euro-Bund-Future noch kurzzeitig die Marke von 123,00, konnte dieses Niveau allerdings nicht halten. Die anfängliche Euphorie wurde durch die Bekanntgabe der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ausgelöst und alles schien in „geordneten“ Bahnen zu verbleiben. Die an diesem Tag abgehaltenen Sitzungen der BoE und der EZB -incl. der anschließenden Pressekonferenz- verliefen unspektakulär und hatten keine Auswirkungen auf das Handelsgeschehen. Anders verhielt es sich mit einer eigentlich harmlosen Rede von US Notenbankpräsident Ben Bernanke, der in die Zukunft zu schauen versuchte und der interessierten Öffentlichkeit die Möglichkeiten der Fed zur Liquiditätsabschöpfung erläuterte. Dies gepaart mit einer missglückten US-Treasury-Auktion am Vorabend reichte aus, den Markt kräftig korrigieren zu lassen. Nach dem Höchststand von 123,04% am Donnerstag testete der Euro-Bund-Future am Freitag die Marke von 121,92% und schloss knapp über der psychologisch wichtigen Marke von 122,00% bei 122,09%. Die Schwierigkeit für Börsianer besteht momentan in der richtigen Deutung der sehr unterschiedlichen Wirtschaftsdaten: US Ladenumsätze, Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und US-Einzelhandelsumsätze waren besser als erwartet, in Euroland die ZEW-Umfrage allerdings schlechter als erwartet und in Deutschland war die Industrieproduktion wiederum besser als erwartet. Insgesamt kann man das Handelsgeschehen der vergangenen Tage mit den Worten zusammenfassen, dass der Euro-Bund-Future den Schwächeanfall vom Freitag und zum Wochenbeginn gut verkraftet hat und dass die Marktteilnehmer u.a. mit Spannung auf die Quartalsberichte der US-Banken warten.
Citigroup,
Goldman Sachs und die
Bank of America veröffentlichen ab gestern ihre Zahlen und die ersten waren bereits positiv.
Der richtungsweisende Euro-Bund-Future schloss am gestrigen Abend nach einer Tagesrange zwischen 122,35% und 121,75% bei 122,00% (Vw: 122,79%). Das gehandelte Volumen betrug 0,896 Mio. Kontrakte. Der Euro-Buxl-Future schloss bei 98,28% (Vw. 100,26%), der Euro-Bobl-Future bei 115,60% (Vw: 116,03%) und der Euro-Schatz-Future bei 108,06% (Vw: 108,24%). Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe (Bundesbankfixing) lag bei 3,201% (Vw: 3,143%). Zweijährige US-Treasuries rentierten bei 0,93% (Vw: 0,88%), fünfjährige Anleihen bei 2,34% (Vw: 2,19%), die richtungsweisenden zehnjährigen Anleihen bei 3,43% (Vw: 3,20%) und Longbonds mit 30 Jahren Laufzeit bei 4,28% (Vw: 4,01%). Am Aktien- und Devisenmarkt waren ggü. der Vorwoche folgende Änderungen zu registrieren: DAX 5.854,14 (Vw: 5.640,75), Dow Jones 10.015,86 (Vw: 9.725,58) und EUR/USD 1,4954 (Vw: 1,4758).




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