Deutsche Bank Ausblick aus dem Geschäftsbericht

Hinweis: dies ist ein Auszug aus dem Geschäftsbericht des Unternehmens. finanzen.at übernimmt keine Gewährleistung für die Richtigkeit des Inhalts.


Wir erwarten für den Konzern, dass unsere Eigenkapitalrendite nach Steuern, basierend auf dem durchschnittlichen materiellen Eigenkapital, im Jahr 2020 durch Kosten zur Umsetzung unserer Strategie beeinflusst wird. Für 2022 sind wir weiterhin entschlossen, unsere Eigenkapitalrendite nach Steuern, basierend auf dem durchschnittlichen materiellen Eigenkapital, von 8 % für den Konzern und von über 9 % für unsere Kernbank zu erreichen. Die Erträge des Konzerns dürften hauptsächlich durch den anhaltenden Abbau nicht-strategischer Vermögenswerte in der Abbaueinheit CRU im Jahr 2020 etwas geringer ausfallen. Für das Jahr 2020 erwarten wir, dass die Erträge für die Kernbank im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen unverändert bleiben werden. Wir beabsichtigen, die negativen Auswirkungen aus dem Niedrigzinsumfeld insbesondere durch Investitionen in gezielte Wachstumsbereiche und einer Optimierung der Bilanz auszugleichen. Der Ausblick spiegelt unsere Erwartung wider, dass die Weltwirtschaft in 2020 weiter wächst und keine wesentlichen Verwerfungen der Währungskurse, insbesondere aus US-Dollar und britischem Pfund, eintreten. Wir rechnen in 2020 mit einer Erhöhung der Risikovorsorge im Kreditgeschäft entsprechend unserer Erwartung einer anhaltenden Normalisierung der Risikovorsorge und geringerer Beitreibungen.

Update 27.04.2020: Die kurzfristigen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie erschweren es der Bank, den Zeitpunkt und das Ausmaß der Bewegungen in der Kapitalplanung genau vorherzusagen. Es ist oberste Priorität der Deutsche Bank, an der Seite ihrer Kunden zu stehen, ohne bei der Kapitalstärke Kompromisse zu machen. Es ist daher möglich, dass die Bank vorübergehend ihr Ziel einer harten Kernkapitalquote von mindestens 12,5 Prozent leicht unterschreitet. Die Deutsche Bank plant auch weiterhin, einen deutlichen Kapitalpuffer gegenüber den regulatorischen Anforderungen zu halten. Der aktualisierte Ausblick berücksichtigt, dass die risikogewichteten Aktiva über mehrere Quartale steigen könnten, wenn die Bank ihr Kreditvolumen ausweitet, um ihre Kunden zu unterstützen. Gleichzeitig stehen verschiedene regulatorische Anpassungen an oder sind im Gespräch, die die harte Kernkapitalquote der Bank verbessern könnten. Angesichts des möglichen zusätzlichen Wachstums der Bilanz ist es auch unwahrscheinlich, dass die Bank ihr Ziel einer Verschuldungsquote (Leverage Ratio, bei Vollumsetzung der Regulierung) von 4,5 Prozent für 2020 erreichen wird. Nicht berücksichtigt sind dabei regulatorische Anpassungen bei der Berechnung der Leverage Ratio, die die von der Bank berichtete Quote erhöhen könnten. Da die genannten Kapitaleffekte als vorübergehend angesehen werden, arbeitet die Bank für das Jahr 2022 weiterhin auf das Ziel einer harten Kernkapitalquote von 12,5 Prozent und einer Leverage Ratio von 5 Prozent hin. Die Deutsche Bank bekräftigt ihre übrigen Finanzziele. Dazu gehört, die bereinigten Kosten ohne Umbaubelastungen und die erstattungsfähigen Kosten im Zusammenhang mit dem Hedgefondsgeschäft, das an BNP Paribas übertragen wird, 2020 auf 19,5 Milliarden Euro zu senken.