DEUTZ Ausblick aus dem Geschäftsbericht

Hinweis: dies ist ein Auszug aus dem Geschäftsbericht des Unternehmens. finanzen.at übernimmt keine Gewährleistung für die Richtigkeit des Inhalts.


Für das laufende Geschäftsjahr 2020 erwartet DEUTZ eine insgesamt rückläufige Entwicklung. Ursächlich dafür ist insbesondere der konjunkturell bedingte Rückgang in wichtigen Abnehmerbranchen, der zu einem niedrigen Niveau des Auftragsbestands zum Jahresende 2019 führte und weiter anhält. Mit Blick auf den Jahresverlauf 2020 ist zu erwarten, dass insbesondere das erste Halbjahr nach einem schwachen Jahresstart eine gedämpftere Entwicklung aufzeigen wird. Hinzu kommen Ergebnisbelastungen durch den Aufbau von Zweitlieferanten. Darüber hinaus wird das DEUTZ-Motorengeschäft im laufenden Geschäftsjahr durch den kundenseitigen Abverkauf von Vorbaumotoren belastet. [...] Infolgedessen rechnet das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2020 mit einem Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahreswert im niedrig zweistelligen Prozentbereich. Bei der EBIT-Rendite vor Sondereffekten wird von einem Rückgang im Vergleich zum Vorjahreswert im mittleren zweistelligen Prozentbereich ausgegangen.

Update 25.03.2020: Vor diesem Hintergrund und in Anbetracht der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die globale Wirtschaft, rechnet die DEUTZ AG nun mit einer deutlichen Beeinträchtigung ihrer Geschäftstätigkeit. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2020, die auf Basis des Kenntnisstands von Anfang März abgegeben wurde, wird infolgedessen ausgesetzt. Angesichts der dynamischen und zugleich unvorhersehbaren Entwicklungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie lässt sich aktuell nicht einschätzen, in welchem Umfang das Geschäft belastet werden wird, weshalb eine Aktualisierung der Prognose derzeit nicht möglich ist.

Update 7.05.2020: Infolge der sich verschärfenden wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie hat DEUTZ zum Ende des Berichtszeitraums seine zuvor im Rahmen der Veröffentlichung des Geschäftsberichts kommunizierte Prognose[1] für das Geschäftsjahr 2020 ausgesetzt.[2] Die Abgabe einer aktualisierten Prognose für das Geschäftsjahr 2020 ist weiterhin nicht möglich. Zur weiteren Absicherung der finanziellen Stabilität und Flexibilität hat der Vorstand der DEUTZ AG im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat beschlossen, der Hauptversammlung am 25. Juni 2020 die Aussetzung der Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2019 vorzuschlagen.[3] Darüber hinaus befindet sich das Unternehmen aktuell in fortgeschrittenen Verhandlungen hinsichtlich einer weiteren Kreditlinie in Höhe eines niedrig dreistelligen Millionen-Euro-Betrags.

Update 11.08.2020: Aufgrund der eingeschränkten Visibilität im Hinblick auf den zeitlichen Fortgang sowie die weitere Ausprägung der Corona-Krise bzw. ihrer Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft und damit auf das DEUTZ-Motorengeschäft ist die Abgabe einer aktualisierten Prognose für das Geschäftsjahr 2020 zum jetzigen Zeitpunkt weiterhin nicht möglich. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass insbesondere das dritte Quartal 2020 noch erheblich durch die Auswirkungen der Corona-Krise beeinflusst sein dürfte, jedoch in einem vergleichsweise geringeren Umfang als das zweite Quartal.