Emmi Ausblick aus dem Geschäftsbericht

Hinweis: dies ist ein Auszug aus dem Geschäftsbericht des Unternehmens. finanzen.at übernimmt keine Gewährleistung für die Richtigkeit des Inhalts.


Die globale Wirtschaft hat in der zweiten Hälfte 2018 an Schwung verloren. Zudem werden 2019 insbesondere politische Themen wie der Handelsstreit zwischen den USA und China oder der Brexit zu einer höheren Unsicherheit führen. So erwartet die Europäische Zentralbank für 2019 im EU-Raum mit 1.7 % denn auch ein moderateres Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) als noch 2018 (1.9 %). In der Schweiz passte das Staatsekretariat für Wirtschaft (SECO) die Prognosen zwar ebenfalls nach unten an, geht aber mit 1.5 % noch immer von einem moderaten Wachstum aus. Dieses soll auch durch steigenden Konsum zustande kommen. Die Bedingungen für Emmi in der Schweiz bleiben herausfordernd. Das Wettbewerbsumfeld wird nach wie vor anspruchsvoll sein und ein Teil der prognostizierten steigenden Detailhandelsumsätze wird auf weiter wachsende Importe zurückzuführen sein. Die Umsätze in der Division Schweiz werden folglich unter Druck bleiben, zumal der positive Effekt eines höheren Milchpreises für 2019 voraussichtlich wegfallen wird. Stabile bis leicht steigende organische Umsätze in der Schweiz sind das Ziel, das Emmi mit der Unterstützung starker Markenkonzepte erreichen will. Starke Marken und Mehrwertkonzepte sind auch in der Division Europa ein wichtiger Erfolgsfaktor. Obwohl die Auswirkungen des Brexit für ganz Europa derzeit kaum abzuschätzen sind, rechnet Emmi in der Division Europa mit einem organischen Wachstum. Den italienischen Dessertgesellschaften und den Ziegenmilchprodukten aus den Niederlanden kommt dabei eine wichtige Rolle zu. Die Aufgabe von Umsätzen, die aufgrund des Preisdrucks unrentabel werden, wird sich hingegen dämpfend auswirken. Einen positiven Einfluss erhofft sich Emmi auch durch die Exporte von Spezialitätenkäse und von Emmi Caffè Latte aus der Schweiz. In der Division Americas rechnet Emmi auch 2019 mit einer deutlich wachsenden Nachfrage in Tunesien (Milch, Frischprodukte), den USA (Käse, Ziegenmilchspezialitäten) und Chile (Milch, Frischprodukte). Fremdwährungseinflüsse in Ländern wie Chile, Mexiko oder Tunesien werden aber ein Thema bleiben. Hinsichtlich der Rohstoffpreise geht Emmi bei der Milch von weitgehend stabilen Preisen in den für sie wichtigsten Märkten aus. Bei den wichtigsten milchfremden Rohstoffen (z. B. Kaffee und Früchte) dürfte das Preisniveau stabil bis leicht steigend sein. Höhere Preise erwartet Emmi vor allem im Energie- und Transportbereich sowie bei den Verpackungen. Insgesamt sollte aufgrund des robusten und gut diversifizierten Geschäftsmodells bei Emmi auch 2019 ein organisches Umsatzwachstum im Rahmen der mittelfristigen Prognosen (2 % bis 3 %) möglich sein. Um die Erträge zu stützen, wird Emmi ihr Effizienzsteigerungsprogramm fortsetzen. Emmi wird auch 2019 den strategischen Weg konsequent fortsetzen.