HeidelbergCement Ausblick aus dem Geschäftsbericht

Hinweis: dies ist ein Auszug aus dem Geschäftsbericht des Unternehmens. finanzen.at übernimmt keine Gewährleistung für die Richtigkeit des Inhalts.


HeidelbergCement ist global gut aufgestellt für nachhaltiges und profitables Wachstum. Die Unsicherheiten über das tatsächliche Ausmaß der wirtschaftlichen Entwicklung sind jedoch hoch. Noch Anfang des Jahres ging das Unternehmen davon aus, dass die Bautätigkeit 2020 weiter steigen wird. Die globale Absatzentwicklung in den ersten beiden Monaten war entsprechend positiv. Auf dieser Basis rechnete der Konzern bisher damit, den Umsatz und das Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs gegenüber dem Vorjahr leicht zu steigern. Inzwischen haben sich die Rahmenbedingungen durch das rasche Ausbreiten des Coronavirus rasant geändert. „Die massiven Maßnahmen zur Eindämmung des Virus erfordern fortwährende Anpassungen bei der operativen Steuerung unserer Geschäfte“, so Dr. Dominik von Achten. „Wir müssen die Situation von Tag zu Tag neu bewerten. Derzeit können wir nicht abschätzen, wie lange die Vorsorgemaßnahmen anhalten und welche Auswirkungen auf die Bautätigkeit in den einzelnen Ländern zu erwarten sind. Vor diesem Hintergrund ist ein seriöser Ausblick auf das Geschäftsjahr 2020 zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht möglich.“

Update 7.05.2020: Die vollen Auswirkungen der Krise auf die Unternehmensergebnisse 2020 können weiterhin nicht abgeschätzt werden. Bereits Mitte März hatte HeidelbergCement bei der Vorlage des Vorjahresergebnisses den ursprünglichen Ausblick für 2020 zurückgenommen. Aufgrund des durch verordnete Produktionsstillstände signifikanten Rückgangs der Bautätigkeit in vielen Ländern ab Mitte März erwartet das Unternehmen negative Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis.

Update 30.07.2020: „Wir sind solide in das dritte Quartal gestartet. Unseren Fokus auf Kosteneinsparungen und den Erhalt der Liquidität werden wir unverändert beibehalten. Mit dem guten Ergebnis im zweiten Quartal haben wir bewiesen, dass wir die Krise gut meistern werden“, so Dr. Dominik von Achten. „Allerdings ist die Entwicklung in der Bauwirtschaft weiterhin hochdynamisch. Wir beobachten täglich, wie schnell sich die Situation im Hinblick auf die COVID-19-Maßnahmen ändern kann. Daher ist ein Jahresausblick noch immer schwierig.“ Die Entwicklung im zweiten Halbjahr wird ein entscheidender Indikator sein, wie schnell und nachhaltig sich die Bauwirtschaft wieder auf das Vorkrisenniveau erholt. Dabei geht HeidelbergCement davon aus, dass in einzelnen Kernmärkten die Bauaktivitäten mittelfristig von Infrastruktur- und sonstigen Konjunkturprogrammen seitens der Regierungen profitieren dürften.

Update 5.11.2020: Die Geschäfte von HeidelbergCement haben sich im bisherigen Verlauf des Jahres als äußerst widerstandsfähig erwiesen. Das Unternehmen hat frühzeitig alle notwendigen Maßnahmen ergriffen, um die Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis durch den Coronavirus-bedingten Rückgang der Bauaktivitäten bestmöglich abzufedern. Aufgrund der sehr starken Ergebnisentwicklung im dritten Quartal 2020 geht HeidelbergCement nun davon aus, im Gesamtjahr 2020 ein Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs vor Abschreibungen über dem Vorjahr zu erzielen. Das Unternehmen erwartet eine weitere Reduzierung des Verschuldungsgrads auf 2,0x oder besser. Für die Zukunft rechnet HeidelbergCement mittel- und langfristig mit unverändert guten Perspektiven für nachhaltiges und profitables Wachstum. Dabei geht der Konzern davon aus, dass die Bauaktivitäten in einzelnen Kernmärkten mittelfristig von staatlichen Infrastruktur- und sonstigen Konjunkturprogrammen profitieren dürften.