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Heidelberger Druckmaschinen Ausblick aus dem Geschäftsbericht

Hinweis: dies ist ein Auszug aus dem Geschäftsbericht des Unternehmens. finanzen.at übernimmt keine Gewährleistung für die Richtigkeit des Inhalts.


Die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) ist für das neue Geschäftsjahr 2021/22 (1. April 2021 bis 31. März 2022) angesichts einer sich aufhellenden Auftragslage und zunehmend positiver Effekte aus der umfangreichen Transformation des Konzerns zuversichtlich, wieder auf einen profitablen Wachstumskurs zurückzukehren. Daher rechnet das Unternehmen trotz der anhaltenden Unsicherheiten bezüglich der Dauer und des Umfangs der negativen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie für das Geschäftsjahr 2021/2022 mit einem Umsatzanstieg von 1.913 Mio. € auf mindestens 2 Mrd. €. „Heidelberg hat sich durch die umfassende, vor Corona eingeleitete Transformation schlanker und effizienter aufgestellt. Da sich nun auch die Nachfrage in den meisten wichtigen Absatzregionen spürbar belebt, rechnen wir für dieses Jahr mit einer deutlich besseren operativen Marge inklusive eines leicht positiven Nachsteuerergebnisses. Die großen Wachstumspotenziale im Verpackungsdruck, bei digitalen Geschäftsmodellen, in China und neuen Technologien wie der Wallbox stimmen uns auch für die Folgejahre zuversichtlich“, kommentiert Rainer Hundsdörfer, Vorstandsvorsitzender von Heidelberg. Die Profitabilität dürfte überproportional zum Umsatzplus zulegen. So soll die EBITDA-Marge dank des erwarteten Umsatzanstiegs, der niedrigeren Kostenbasis sowie des Entfallens signifikanter Restrukturierungsaufwendungen von rund 5,0 % (inkl. Restrukturierungsergebnis) auf einen Wert zwischen 6 und 7 % steigen. Angesichts eines nachhaltig verbesserten Finanzergebnisses soll nach den beiden vergangenen Verlustjahren auch wieder ein positives Nachsteuerergebnis erzielt werden.

Update 4.08.2021: Angesichts der deutlich positiven Auftragsentwicklung und des erfreulichen operativen Ergebnistrends im 1. Quartal bestätigt Heidelberg trotz fortbestehender Unsicherheiten hinsichtlich der Covid-19-Pandemie die Ziele für das Geschäftsjahr 2021/2022. So rechnet das Unternehmen mit einem Umsatzanstieg auf mindestens 2 Mrd. € (Vorjahr: 1.913 Mio. €). Auf Basis laufender Projekte im Rahmen der Fokussierung auf das profitable Kerngeschäft erwartet Heidelberg auch im Geschäftsjahr 2021/2022 weitere Erträge aus dem Asset Management. Da Höhe und Zeitpunkt der Abgangsgewinne aus den geplanten Transaktionen noch nicht hinreichend sicher eingeschätzt werden können, wird die EBITDA-Marge unverändert in einer Bandbreite von 6 bis 7 % erwartet und damit oberhalb des Vorjahresniveaus (Vorjahr: rund 5,0 %, inklusive Restrukturierungsergebnis). Um gemäß dem im Rahmen der Neuausrichtung von Heidelberg eingeführten neuen Betriebsmodell den Fokus auf die jeweiligen Kundenbedürfnisse, Profitabilität und Potenziale besser abbilden zu können, berichtet Heidelberg seit dem 1. April 2021 in einer neuen Segmentstruktur. Die neuen Segmente Print Solutions und Packaging Solutions sollen dabei aufgrund der anziehenden Marktdynamik und der eingeleiteten Marktinitiativen moderate Margenzuwächse generieren. Das neue Segment Technology Solutions wird aufgrund der Wachstumsinvestitionen der darin enthaltenen Geschäftsbereiche einen noch leicht negativen Ergebnisbeitrag erbringen. Beim Nachsteuerergebnis erwartet Heidelberg nach den deutlichen Verlusten in den Vorjahren trotz des noch klar unter Vorkrisenniveau erwarteten Umsatzniveaus für 2021/2022 ein leicht positives Ergebnis. Der Leverage soll auf dem niedrigen Niveau des Geschäftsjahres 2020/2021 gehalten werden. Die operative Gewinnschwelle gemessen am EBIT, die vor der Pandemie bei 2,1 bis 2,2 Mrd. € lag, soll bis zum Geschäftsjahr 2022/2023 nachhaltig auf rund 1,9 Mrd. € gesenkt werden.

Update 10.11.2021: Das Unternehmen bestätigt seine zuletzt abgegebene Prognose. Demnach geht Heidelberg weiterhin von einem Anstieg des Umsatzes auf mindestens 2 Mrd. € aus. Hinsichtlich der EBITDA-Marge hatte das Unternehmen am 31. August 2021 im Zusammenhang mit dem Verkauf der docufy GmbH eine Bandbreite von 7 bis 7,5 % prognostiziert. Mit Hinblick auf zunehmende Materialkostensteigerungen sowie Verknappungen in der Logistikkette wird sich im dritten Quartal deutlicher abzeichnen, an welcher Stelle des Korridors die EBITDA-Marge des Geschäftsjahres 2021/2022 zu erwarten ist.