MTU Aero Engines Ausblick aus dem Geschäftsbericht

Hinweis: dies ist ein Auszug aus dem Geschäftsbericht des Unternehmens. finanzen.at übernimmt keine Gewährleistung für die Richtigkeit des Inhalts.


Die MTU erwartet 2020 eine Zunahme des operativen Ergebnisses im hohen einstelligen Prozentbereich. Die Cash Conversion Rate, die das Verhältnis von Free Cashflow zu bereinigtem Gewinn nach Steuern ausdrückt, dürfte etwa 70 Prozent erreichen.

Update 26.03.2020: Der Vorstand der MTU Aero Engines AG nimmt die Jahresprognose für das Jahr 2020 zurück. Dies hat das Unternehmen heute aufgrund der Bewertung von gegenwärtig für wahrscheinlich gehaltenen Marktszenarios und eines erarbeiteten Kataloges von Maßnahmen zur Ausgabenreduzierung beschlossen.

Update 30.04.2020: Das Unternehmen geht davon aus, dass sich ab dem zweiten Quartal negative Auswirkungen auf Nachfrage und Ergebnisse durch die Corona-Krise zeigen dürften. Dabei dürfte das Militärgeschäft weitgehend unberührt bleiben, während sich die Nachfrage im zivilen Bereich sowohl im Serien- als auch im Aftermarket-Geschäft deutlich reduzieren dürfte. Die zivile Instandhaltung dürfte zumindest im zweiten und dritten Quartal von einem Nachfragerückgang insbesondere aus dem Passagierbereich betroffen sein, während Frachtfluggesellschaften für Auslastung sorgen könnten. „Angesichts der anhaltenden Dynamik der weltweiten Entwicklungen im Zusammenhang mit COVID-19 kann eine Präzisierung unserer Erwartungen für das Geschäftsjahr 2020 erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen“, so Winkler weiter. „Insgesamt sehen wir die MTU mit ihrem fundamental erfolgreichen Geschäftsmodell gut aufgestellt, um die Krise zu meistern.“

Update 31.07.2020: Die MTU rechnet für 2020 mit einem Umsatz zwischen vier und 4,4 Milliarden Euro. Dabei dürfte der Umsatz im zivilen Seriengeschäft organisch im mittleren bis hohen Zwanziger-Prozentbereich zurückgehen, im Ersatzteilgeschäft im hohen Zwanziger-Prozentbereich. „Den Ersatzteilbereich trifft die Krise am stärksten“, so Finanzvorstand Peter Kameritsch. „Im Seriengeschäft spüren wir vor allem geringere Volumen bei den Getriebefan-Antrieben, allen voran für die A320neo, und beim GEnx für die Boeing 787.“ In der zivilen Instandhaltung geht die MTU von einem Umsatzrückgang im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich aus. „Hier dürften Arbeiten am A320neo-Antrieb PW1100G-JM im Rahmen des Retrofit-Programms den organischen Umsatzrückgang im Kerngeschäft teilweise ausgleichen. Außerdem dürften Frachtfluggesellschaften für Auslastung sorgen“, erläuterte Kameritsch. Der Umsatz des Militärgeschäfts dürfte leicht zunehmen. Die MTU rechnet für 2020 mit einer bereinigten EBIT-Marge zwischen neun und zehn Prozent. „Geringere Volumen sowie Veränderungen im Produktmix wirken sich negativ auf die Margenentwicklung aus“, ergänzte Winkler. Der bereinigte Gewinn nach Steuern dürfte sich analog zum bereinigten EBIT entwickeln. Darüber hinaus hat sich die MTU zum Ziel gesetzt, das Gesamtjahr mit einem positiven Free Cashflow abzuschließen. Der neue Ausblick steht unter dem Vorbehalt, dass es zu keiner signifikanten Verschärfung der COVID-19-bedingten Restriktionen und damit verbundenen weitergehenden negativen Auswirkungen auf den Luftverkehr und die Lieferketten der MTU kommt.