DAX 15.500 2,5%  MDAX 33.267 2,6%  Dow 34.298 -0,2%  Nasdaq 14.149 -2,5%  Gold 1.844 -0,2%  TecDAX 3.425 2,1%  EStoxx50 4.180 2,5%  Nikkei 27.011 -0,4%  Dollar 1,1283 -0,2%  Öl 89,6 1,8% 
Basis-Depot vom 20.01.2022

Microsoft kauft zu, SAP kauft zurück

Die zurückliegende Handelswoche brachte erneut mehr Frust als Lust. Immerhin hielt sich das Minus dank Hornbach und Equinor mit 0,67 Prozent einigermaßen in Grenzen. Die Aktien der Tech-Giganten im Portfolio hingegen gaben weiter nach.

Die selbe Prozedur wie in der Vorwoche: Tech-Aktien fallen, konservative Papiere wie Hornbach, Equinor, BASF und BMW fangen das einigermaßen auf - nur leider nicht ganz. Knapp zwei Prozent beträgt das Minus seit Jahresanfang. Damit sind wir etwas schlechter ins Jahr 2022 gestartet als der DAX, den wir 2021 klar geschlagen hatten. Dafür ist die Performance aber deutlich besser als die des Nasdaq 100, dem wir im Vorjahr nicht folgen konnten.

Alles in allem zahlt sich unsere Strategie, das Risiko auf Europa und die USA zu verteilen, ebenso aus wie der Mix aus niedrig bewerteten Value-Aktien und wachstumsstarken, aber teuren Tech-Stars. Zumindest ist ein Zwei-Prozent- Rückschlag schnell wieder aufgeholt, wenn die Börse nicht komplett nach unten abkippt. DAX und Nasdaq 100 rasen von oben auf die 200-Tage-Linie zu. Hoffen wir, dass der Abwärtssog dort zum Stillstand kommt. Es liegt auf der Hand, dass ein teurer Zukauf in so einem Marktumfeld keine Euphorie auslöst. 70 Milliarden US-Dollar will sich unser Depotschwergewicht Microsoft die Übernahme des Spieleherstellers Activision Blizzard kosten lassen und so zum weltweit drittgrößten Computerspielekonzern aufsteigen. Das Gebot von 90 Dollar je Activision-Aktie lag um 45 Prozent über dem Schlusskurs des vorangegangenen Handelstags - ein wenig dick aufgetragen, wie wir finden. Immerhin ist die Aktie auf die Nachricht hin nicht weiter gefallen, das Gros des Verlusts war schon in der Vorwoche aufgelaufen.

Auch SAP musste Federn lassen. Allerdings ist auch das eher der allgemeinen Marktstimmung zuzuschreiben als den Zahlen, die der DAX-Konzern Ende vergangener Woche vorgelegt hatte. Der Umsatz ist im vierten Quartal 2021 um sechs Prozent gestiegen, womit die Börsianer einigermaßen zufrieden waren. Sehr positiv bewerteten Analysten, dass das zukunftsträchtige Cloud-Geschäft um 28 Prozent gewachsen ist. Die Margenentwicklung und der Ausblick aufs laufende Jahr hingegen enttäuschten. Und ausgerechnet die Tatsache, dass der Aktienkurs 2021 gestiegen ist, belastet das Unternehmen jetzt, denn dadurch werden die Boni für die Mitarbeiter erheblich teurer. Für das anteilbasierte Beteiligungsprogramm MoveSAP will der Softwareriese in diesem Jahr Aktien im Volumen von rund einer Milliarde Euro zurückkaufen.

Equinor: Trotz Milliardenabschreibung im Plus

Die Spannungen zwischen EU, NATO und Russland wegen des Ukraine-Konflikts haben Auswirkungen auf die Öl- und Gasindustrie. Im Zuge der langfristigen Versorgungssicherheit dürfte der Westen verstärkt auf eigene Reserven setzen. Davon profitiert unser Depotwert Equinor.

Sollte der Gaspreis anziehen, weil die umstrittene Pipeline Nordstream 2 als politische Waffe eingesetzt werde, wären die Norweger der große Gewinner der Branche, schreiben die Analysten von Kepler Cheuvreux. Im Unterschied zu Gazprom, Engie, Royal Dutch Shell, OMV, Uniper und der BASF-Tochter Wintershall sei Equinor nicht an Nordstream 2 beteiligt.

Zudem spricht für den norwegischen Staatskonzern (ehemals Statoil) das umfangreiche Engagement auf dem Gebiet der regenerativen Energien. Die Aktie hängt zwar am Ölpreis, insgesamt ist der Aufwärtstrend jedoch intakt. Vergangene Woche legte sie gegen den Trend zu.

Noch nicht einmal die Meldung, dass Equinors Mariner-Ölfeld in der britischen Nordsee weniger ergiebig sein dürfte als bisher angenommen, sorgte für einen nennenswerten Rückschlag. Das 2019 in Betrieb genommene Fördergebiet besteht aus den beiden Reservoirs Heimdal und Maureen. Die Schätzung der gesamten förderbaren Reserven im Mariner-Ölfeld musste nun von ursprünglich 275 auf 180 Millionen Barrel Öläquivalent reduziert werden, was Unternehmensangaben zufolge einer Wertminderung in Höhe von etwa 1,8 Milliarden US-Dollar entspricht.

Trotz dieser Hiobsbotschaft hat Equinor den Vorteil, noch über kurzfristig ausweitbare Fördermengen zu verfügen, während die Konkurrenz teilweise längst bis zum Anschlag pumpt.

Transaktionen:

keine.

Wertentwicklung

-0,67 % seit Vorwoche

-1,95 % seit Jahresbeginn

+161,39 % seit Auflage (Rechnerische Umstellung auf Wikifolio am 14.02.2020; Start des ursprünglichen Basis-Depots am 11.09.2008 mit umgerechnet 46634,20 Euro)

Basis-Depot von BÖRSE ONLINE

Titel ISIN Währung akt. Kurs Anzahl Wert Anteil Kaufdatum Kaufpreis Veränderung
BB Biotech AG CH0038389992 EUR 64,30 250 16.075,00 6,45 % 30.10.2014 33,30 93,09 %
SAP SE DE0007164600 EUR 118,62 150 17.793,00 7,14 % 01.10.2018 106,40 11,48 %
Alphabet A (ex Google) US02079K3059 EUR 2.310,50 12 27.726,00 11,13 % 07.12.2018 940,99 145,54 %
Microsoft Corp. US5949181045 EUR 269,90 90 24.291,00 9,75 % 12.06.2020 166,80 61,81 %
Gerresheimer AG DE000A0LD6E6 EUR 76,30 200 15.260,00 6,13 % 17.07.2020 90,96 -16,12 %
EUWAX Gold II DE000EWG2LD7 EUR 53,63 400 21.452,00 8,61 % 31.07.2020 53,59 0,07 %
Linde plc IE00BZ12WP82 EUR 281,10 70 19.677,00 7,90 % 13.11.2020 216,80 29,66 %
Siemens AG DE0007236101 EUR 142,00 120 17.040,00 6,84 % 29.01.2021 129,80 9,40 %
HORNBACH Holding DE0006083405 EUR 129,00 100 12.900,00 5,18 % 05.03.2021 82,00 57,32 %
BASF DE000BASF111 EUR 67,86 280 19.000,80 7,63 % 15.10.2021 64,87 4,61 %
BMW AG DE0005190003 EUR 94,40 200 18.880,00 7,58 % 15.10.2021 87,67 7,68 %
Equinor NO0010096985 EUR 25,81 760 19.611,80 7,87 % 05.11.2021 22,64 13,98 %
Summe 249.073,21 € 100 %
Cash 19.366,61 € 7,78 %