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Ausblick 2018: Warum Anleger auch 2018 auf Aktien setzen sollten

Ausblick 2018: Warum Anleger auch 2018 auf Aktien setzen sollten
05.01.2018 03:10:00

Die Bullen sind los: Nach einem starken Börsenjahr 2017 führt auch im neuen Jahr kaum ein Weg an Aktien vorbei. Neben der guten Konjunktur sprechen wachsende Unternehmensgewinne sowie der schlichte Mangel an Alternativen für diese Anlageklasse. Jedoch kommt es mehr denn je auf die richtige Auswahl an. BÖRSE ONLINE stellt die Top-Aktien für 2018 vor. Von Wolfgang Hagl und Christian Ingerl



Vor dem Jahreswechsel wagt die Finanzindustrie traditionell den kollektiven Blick in die Glaskugel. Bereits ab Ende November präsentieren Banken, Researchhäuser und Fondsgesellschaften ihre Ausblicke. Illustriert mit unzähligen Grafiken, Statistiken und digitalem Bonusmaterial skizzieren die Experten darin ausführlich die Kapitalmarktperspektiven für das kommende Jahr. Beim Studium der unterschiedlichen Publikationen hebt sich rasch eine zentrale Botschaft hervor: Die Finanzbranche geht optimistisch in das neue Jahr. Das gilt vor allem für die Anlageklasse Aktien.



Behalten die Profis recht, würde die imposante Rally in die Verlängerung gehen. Egal ob New York, Tokio, London oder Frankfurt: Rund um den Globus zeigen die Aktienkurse und Indizes seit Jahren nach oben. Selbst der mit mehr als 1600 Unternehmen aus 23 entwickelten Märkten bestückte MSCI World notiert knapp ein Fünftel über dem 2016er-Schlusskurs. Damit braucht die "Weltauswahl" den Vergleich mit den wichtigsten Ländern nicht zu scheuen. Hier zeichnet sich auf der Zielgeraden des Jahres ein Kopf-an-Kopf-Rennen ab: Der US-Leitindex S & P 500 liegt momentan vor Japans Nikkei 225. Europas Bluechips können nicht ganz Schritt halten: Während der DAX mit einem Plus von rund 13 Prozent auf Silvester zusteuert, steht für den Euro Stoxx 50 eine Performance von acht Prozent zu Buche (siehe Grafik).




Die Rally schreckt Analysten nicht ab, weiter auf diese Anlageklasse zu setzen. "Wir bleiben bei Aktien übergewichtet", sagt Christian Heger, Chief Investment Officer bei HSBC Global Asset Management in Deutschland. Eine Überbewertung oder gar Blase ist seiner Einschätzung nach noch nicht zu erkennen. Heger nennt das tragende Argument für den Aktienschwerpunkt: "Die Weltwirtschaft wächst so stark wie seit der Finanzkrise nicht mehr - mit Ausnahme von 2010." Damals basierte die Steigerungsrate jedoch auf einem sehr schwachen Vorjahreswert. In der Tat läuft der globale Konjunkturmotor auf Hochtouren. Als Exportweltmeister nimmt Deutschland den internationalen Schwung voll mit. Gerade hat das Münchner Ifo-Institut die Wachstumsprognose für 2018 erhöht. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) soll im kommenden Jahr um 2,6 Prozent anstelle der bisher erwarteten zwei Prozent zulegen. "Die deutsche Wirtschaft brummt", kommentiert Ifo-Präsident Clemens Fuest den Ausblick. Behält sein Institut recht, würde die Konjunktur in Deutschland 2018 das neunte Jahr in Folge wachsen. Wegen der positiven makroökonomischen Aussichten für den alten Kontinent überrascht es nicht, dass die Banken ihre Kursziele für DAX und Euro Stoxx besonders hoch ansetzen (siehe Prognosen).



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