* BREXIT: Die britische Premierministerin Theresa May will heute dem Parlament ihren Plan B für ein Brexit-Abkommen vorstellen. Die Regierungschefin will dem Unterhaus neue Vorschläge unterbreiten, um den Austrittsvertrag mit der Europäischen Union (EU) nach der historischen Abstimmungsniederlage in der vergangenen Woche doch noch durch das Parlament zu bringen. Der Zeitung "Daily Telegraph" zufolge erwägt May eine Änderung des sogenannten Karfreitagsabkommens, um ihren Brexit-Vertrag doch noch durch das Parlament zu bringen. Die Neufassung des damaligen Friedensvertrags solle garantieren, dass eine harte Grenze zwischen dem britischen Nordirland und der Republik Irland vermieden werde.

* SIEMENS/ALSTOM: Die EU-Wettbewerbsbehörden wollen Insidern zufolge die geplante Zugfusion von Siemens und Alstom blockieren. Grund sei, dass Siemens nicht genug Zugeständnisse bei der Technologie für Hochgeschwindigkeitszüge gemacht habe, sagten mit dem Vorgang vertraute Personen. Zudem hätten beide Firmen die Bedenken in Bezug auf Schienenfahrzeuge und Signaltechnik nicht ausgeräumt. Die EU-Kommission werde ihr Veto am 6. Februar und damit vor Ablauf der Frist am 18. Februar aussprechen. Die französische Regierung will die EU-Kommission doch noch von der Fusion überzeugen. Finanzminister Bruno Le Maire kündigte in der Zeitung "Journal du Dimanche" ein Treffen mit EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager an.

* CHINA: Die weltweite Konjunkturlokomotive verliert an Schwung. Im vergangenen Jahr stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der zweitgrößten Volkswirtschaft so langsam wie seit 28 Jahren nicht mehr. Die vom Statistikamt mitgeteilte Wachstumsrate sank auf 6,6 Prozent von 6,8 Prozent im Jahr 2017 und fiel damit so hoch aus wie von Ökonomen erwartet. Der Handelsstreit mit den USA hinterlässt mittlerweile seine Spuren. Investitionen und Konsum schwächelten zum Jahresende. Experten erwarten weitere Konjunkturstützen der Regierung.

* DAIMLER/BMW: Die beiden Autobauer prüfen laut "Handelsblatt" derzeit die Möglichkeit umfangreicher Allianzen. Im Zentrum der Gespräche stehe eine engere Kooperation bei autonomen Fahren, schreibt die Zeitung. Geprüft werde eine Zusammenlegung der Produktentwicklung.

* RHEINMETALL: Der Bundesregierung drohen wegen des verhängten Lieferstopps für Rüstungsgüter nach Saudi-Arabien womöglich Schadenersatzforderungen. Rheinmetall kündigte nach "Spiegel"-Informationen in einem Brief an das Wirtschaftsministerium an, das Unternehmen werde die Regierung bei einer Fortsetzung des Embargos wegen der eigenen Umsatzausfälle entsprechend verklagen.

* PROSIEBEN SAT.1: Der Chef des Fernsehkonzerns sieht auf dem Markt der Streamingdienste Bedarf für einen deutschen Anbieter, wie er Reuters sagte. Er zeigte sich zuversichtlich, dass ein solches Angebot in Zusammenarbeit mit Discovery, dem öffentlich-rechtlichen ZDF, dem Verlagshaus Axel Springer und möglicherweise noch anderen Partnern im Spätsommer starten könne.

* SCOUT24: Zwei Finanzinvestoren wollen knapp 4,7 Milliarden Euro für die Internet-Kleinanzeigenbörse bieten. Scout24 ließ die US-Beteiligungsgesellschaften Hellman & Friedman und Blackstone, die gemeinsam als Bieter auftreten, aber zunächst abblitzen. Die gebotenen 43,50 Euro je Aktie seien nach Ansicht des Vorstands unangemessen, teilte Scout24 mit.

* HANDEL: US-Präsident Trump sieht Fortschritte in den Gesprächen mit China über eine Lösung des Handelsstreits. Man sei nach zahlreichen Verhandlungen und Treffen gut mit der Volksrepublik vorangekommen, sagte er. Eine Handelsvereinbarung mit der Regierung in China sei sehr wohl möglich. Trump dementierte jedoch einen Medienbericht, wonach die USA eine Aufhebung der Importzölle erwögen.

* USA/SHUTDOWN: US-Präsident Trump hat im Haushaltsstreit den oppositionellen Demokraten ein neues Angebot unterbreitet. Er wolle den Demokraten beim sogenannten Daca-Programm entgegenkommen, sagte er. Das Programm schützt Hunderttausende sogenannte Dreamer, die als junge Menschen illegal ins Land kamen, vor einer Abschiebung. Trump war bislang gegen dieses Programm und wollte es abschaffen. Die führenden Demokraten lehnten die Idee jedoch umgehend ab.

rtr