Airbus wirbt für Verlängerung der Kurzarbeit: Könnten dann mehr Jobs erhalten

Airbus wirbt für Verlängerung der Kurzarbeit: Könnten dann mehr Jobs erhalten

WKN: 938914 ISIN: NL0000235190 Airbus SE (ex EADS)

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14.08.2020 - 12:24
01.07.2020 15:37:38

TOULOUSE/HAMBURG (dpa-AFX) - Der Flugzeugbauer Airbus (Airbus SE (ex EADS)) versucht die Bundesregierung angesichts des angekündigten Stellenabbaus zu einer Verlängerung der Kurzarbeit-Regelung zu bewegen. Wenn das Kurzarbeitergeld auf zwei Jahre verlängert werde, könne Airbus in Deutschland 1500 der 5100 gefährdeten Jobs in der Verkehrsflugzeugsparte erhalten, sagte Produktionschef Michael Schöllhorn am Mittwoch in einer Telefonkonferenz mit Journalisten. Staatliche Forschungsgelder für die Entwicklung umweltfreundlicherer Flugzeuge könnten weitere 500 Stellen sichern, sagte er.

Schöllhorn zeigte sich auch offen dafür, dass Beschäftigte ihre Arbeitszeit auch ohne staatliche Hilfsgelder reduzieren und im gleichen Maß auf Gehalt verzichten, bis das Geschäft wieder anzieht. Über mögliche Lösungen wolle der Konzern in den kommenden Wochen und Monaten mit der Arbeitnehmervertretern beraten.

Airbus hatte am Dienstagabend angekündigt, wegen der Corona-Krise weltweit 15 000 der 90 000 Vollzeitstellen in der Verkehrsflugzeugsparte zu abzubauen, davon 5100 in Deutschland. Zusätzlich sollen hierzulande 900 Stellen bei der Airbus-Tochter Premium Aerotec wegfallen, deren Abbau bereits vor der Krise geplant war.

Die Konzernführung um Airbus-Chef Guillaume Faury erwartet, dass Fluggesellschaften in den Jahren 2020 und 2021 etwa 40 Prozent weniger neue Flugzeuge abnehmen als vor der Krise geplant. Möglicherweise dauere es bis zum Jahr 2025, bis das Geschäft wieder das Vorkrisen-Niveau erreiche, hatte Faury gesagt.

Schöllhorn zufolge werden die Kürzungen die einzelnen Airbus-Standorte wie Hamburg-Finkenwerder und Bremen unterschiedlich stark treffen. Genaue Zahlen wolle die Konzernführung aber zunächst ab Donnerstag mit den nationalen Arbeitnehmervertretern besprechen. Eine Zusammenlegung von Standorten sei aber kein Thema, sagte der Manager./stw/nau/fba

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