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Apple-Aktie: Ein Wurm ist im Apfel

Apple-Aktie: Ein Wurm ist im Apfel

WKN: A14Y6F ISIN: US02079K3059 Alphabet A (ex Google)

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26.06.2019 - 12:53
02.05.2016 07:39:00

Apple hat gestern die Wall Street mit seinen Zahlen zum zweiten Quartal und seinen Ausblick enttäuscht. Die Apple-Aktie rauchte nachbörslich ab. Hat die Apfel-Company ihre besten Zeiten hinter sich? Wie wir die Zahlen sehen, was Anleger jetzt tun sollten. Von Thomas Schmidtutz

Apple-Boss Tim Cook mühte sich in der Telefon-Konferenz mit Analysten zu den Q2-Zahlen gestern redlich um gute Stimmung. Natürlich gebe es Gegenwind von der Konjunktur. Aber das Dienste-Geschäft rund um iTunes und den Appstore laufe. Und das iPhone-Geschäft sei "gesund", versicherte der oberste Apple-Verkäufer. Von Januar bis März seien mehr Nutzer von Googles Betriebsysystem Android zum iPhone gewechselt als je zuvor. Auch mit dem Erfolg der Apple Watch zeigte sich der drahtige Manager zufrieden. Von der vor Jahresfrist gestarteten Uhr habe man mehr verkauft, als vom iPhone in seinem Premierenjahr 2007.

Aber ob das alles so beindruckend ist? Immerhin ist die Apple Watch deutlich günstiger als es das iPhone je war. Und bei den Wechseln von Android zu iOS blieb Cook Zahlen ebenso schuldig wie bei der Apple Watch, egal wie sehr die Analysten auch nachbohrten. Und über die enttäuschenden Absatzzahlen des iPhones konnte das ohnehin nicht hinwegtäuschen.

Insgesamt gingen die Verkäufe von Apples Flaggschiff-Produkt im abgelaufenen Quartal gleich um 16 Prozent auf 51,2 Millionen Geräte zurück. Das war zwar etwas besser als die Analysten erwartet hatten. Aber unterm Strich steht das erste Absatz-Minus seit Marktstart des iPhone 2007.

Dicke Bremsspuren in der Bilanz



Die sinkenden Absatzzahlen des iPhone hinterlassen dicke Bremsspuren in der Bilanz. Um satte 13 Prozent auf 50,56 Milliarden Dollar gaben die Konzern-Erlöse. Beim Ergebnis stand sogar ein Minus von 22 Prozent auf 10,5 Milliarden.

Und im laufenden Jahr dürfte die Talfahrt sich wohl zunächst weiter beschleunigen. Für sein drittes Quartal prognostiziert das Unternehmen nur noch einen Umsatz von 41 bis 43 Milliarden Dollar. Analysten hatten 47,3 Milliarden Dollar auf dem Zettel. Bei den iPhone-Verkäufen scheint ein weiteres Minus derzeit wohl ebenfalls absehbar. 38,5 Millionen Einheiten traut etwa UBS-Analyst Steven Milinovich dem Konzern gerade noch zu.

Kein Wunder, dass sich Investoren reichlich ernüchtert gaben. Nachbörslich rauchte die Apple-Aktie um rund acht Prozent ab. Im frühen Handel in Frankfurt war die Lage für Apple-Aktionäre mit einem Minus von 7,4 Prozent nur unwesentlich besser.

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Bildquelle: Beck Diefenbach/Reuters

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