SCHOCK FÜR ANLEGER

Aumann-Aktie und Krones stürzen zweistellig ab. Was ist bloß los beim deutschen Maschinenbau?

Aumann-Aktie und Krones stürzen zweistellig ab. Was ist bloß los beim deutschen Maschinenbau?

WKN: A2DAM0 ISIN: DE000A2DAM03 Aumann AG

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17.07.2019 - 15:16
13.07.2019 07:00:00

Mit Krones und Aumann stürzen gleich zwei deutsche Maschinenbauer an der Börse ab. Die gesamte Branche rutscht in den Krisenmodus. Von Matthias Fischer

Der deutsche Maschinenbau rutscht offenbar immer stärker in die Krise. Die Branche hängt besonders stark von den Exporten ab. Aber im Gefolge der weltweiten Handelskonflikte, allen voran zwischen den USA und China, schmilzt die Nachfrage dahin. Gleich zwei Maschinenbauer müssen am Donnerstag heftige Verluste hinnehmen: Sowohl bei der Aumann-Aktie als auch bei Krones gibt es ein zweistelliges Minus. Beide Unternehmen haben zuvor eine Gewinnwarnung für das Jahr 2019 ausgesprochen.

Krones hat es ganz derb getroffen. Dder Hersteller von Getränke-Abfüllautomaten halbierte seine Prognose für den Gewinn vor Steuern. Die Marge werde im laufenden Jahr nur rund drei Prozent betragen, ursprünglich war das Unternehmen mit Sitz in Neutraubling von sechs Prozent ausgegangen. Bereits im vergangenen Herbst hatte Krones eine Gewinnwarnung veröffentlichen müssen.

Auch Aumann rudert kräftig zurück. Eigentlich gilt das Unternehmen als Hoffnungsträger im Zukunftsmarkt Elektromobilität, stellt es doch Maschinen her, auf denen Komponenten dafür produziert werden. Aber weil der andere Geschäftsteil noch an klassischen Verbrennungsmotoren hängt und zudem die Autokonjunktur ins Stottern gekommen ist, rechnen die Münsterländer beim operativen Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Gesamtjahr nur noch mir bestenfalls 22 Millionen Euro. "Abhängig von der weiteren Marktentwicklung" könnten es aber auch nur 16 Millionen Euro werden, so Aumann. Dabei hatte Aumann eigentlich angepeilt, die 29,3 Millionen Euro aus dem Jahr 2018 zu übertreffen.

Offenbar geht der deutsche Maschinenbau schwierigen Zeiten entgegen. Das wirkt sich mittlerweile auch auf Deutschland aus. Die immer noch robuste Binnennachfrage reicht nicht mehr aus, um die deutsche Konjunktur zu stützen. Zu diesem Ergebnis kommt laut "Börsen-Zeitung" Klaus Borger, Ökonom bei der KfW, bei einem Vergleich der aktuellen Situation zu früheren Rezessionszyklen in Industrie und Gesamtwirtschaft. Borger fand als gemeinsames Schema der früheren gesamtdeutschen Rezessionen (1993, 2003 und 2009), dass dem Abschwung jeweils eine Schwächephasen des verarbeitenden Gewerbes, zu dem auch der Maschinenbau zählt, vorausgegangen war.

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Bildquelle: Aumann AG

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