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Bestnoten für Euro Stoxx und Nikkei

Bestnoten für Euro Stoxx und Nikkei
11.12.2013 13:03:13

Deutschlands führende Vermögensverwalter sehen derzeit in Europa und Japan die besten Perspektivenfür Aktien. Das geht aus dem Asset Manager Barometer von BÖRSE ONLINE und der Berliner Kommunikationsagentur FinKomm für den Dezember hervor. Von Thomas Schmidtutz

Danach trauen die Anlageprofis auf Sicht von zwölf Monaten Aktien aus dem Euro Stoxx 50 die größten Kurschancen zu. Der europäische Bluechip-Index führt das Ranking im Dezember mit 153 Punkten an. Dahinter folgt mit 141 Punkten der japanische Leitindex Nikkei 225 vor dem Hang Seng (95).

Der DAX schafft es mit 91 Punkten nur noch auf Rang 4. Damit zollen die Anlageexperten dem jüngsten Kursanstieg bei deutschen Werten ihren Tribut — allein seit Jahresanfang hat etwa der DAX rund 18 Prozent gewonnen und bei 9424 Punkten einen historischen Höchststand erreicht, nun aber wird die Luft für das deutsche Börsenbarometer und die anderen Indizes allmählich dünn.

Begrenztes Aufwärtspotenzial im DAX

Das spiegelt sich auch in den konkreten Erwartungen wider: Im kommenden Jahr sehen die Anlageexperten das deutsche Aktienbarometer im Schnitt bei 9761 Punkten und damit nur noch vier Prozent über dem aktuellen Niveau. In den vergangenen Monaten hatten die befragten Vermögensverwalter für den DAX regelmäßig noch mit einem Kurspotenzial von über sechs Prozent gerechnet.

Trotz der nachlassenden Zuversicht für deutsche Bluechips und Aktien aus der zweiten Reihe bewerten die Vermögensverwalter das wirtschaftliche Umfeld weiterhin gut. Insgesamt steigt die Einschätzung der aktuellen Lage gegenüber dem Vormonat um gut 2,5 Prozent auf 66,1 Punkte. Das ist der bislang höchste Wert seit Einführung des Asset Manager Barometers im vergangenen Juli.

Die Aussichten für das kommende Jahr schätzen die Experten im Dezember zwar etwas schwächer ein als noch im Vormonat. Doch mit 68,6 Punkten liegt der Wert weit über der Marke von 50 Punkten, die Wachstum signalisiert.

Beim seit Oktober 2012 stark gefallenen Goldpreis sehen die Vermögensverwalter dagegen weiterhin keinen Anstieg. Ende des kommenden Jahres erwarten die Anlageprofis den Preis für die Feinunze bei 1242 Dollar. Gegenüber dem aktuellen Stand ist das praktisch unverändert.

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