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DAX im großen Check: Die Aussichten, unsere Favoriten

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21.02.2019 - 15:47
10.02.2019 05:00:00

Die Bullen und Bären liefern sich aktuell einen Schlagabtausch. Während die Pessimisten auf die wirtschaftlichen und politischen Risiken verweisen, setzen die Optimisten auf steigende Firmengewinne. Stockpicking ist daher das Gebot der Stunde. Von Christian Ingerl

Rund zweieinhalb Monate sind seit unserem letzten DAX-Check vergangen. Zehn Wochen, die es in sich hatten. Etwa 1000 Punkte oder knapp neun Prozent rauschte der Index bis zum Jahresende in die Tiefe. Unsere damalige vorsichtige Einstufung - nicht einmal die Hälfte der 30 Standardwerte trugen das Prädikat "Kaufen" - erwies sich somit in der Nachschau als richtig.



Mit dem Start in das neue Jahr haben die Kurse zwar einen Richtungswechsel eingeschlagen, das Niveau von Ende Oktober aber längst nicht erreicht. Trotz der Kursabschläge ist die Bewertung nicht gesunken. Im Gegenteil: Auf Basis der erwarteten Gewinne für 2018 erhöhte sich das DAX-KGV sogar von 12,2 auf 12,3. Das liegt daran, dass die Analysten ihre Ergebniserwartungen zuletzt spürbar senkten. Dieser negative Trend lässt sich allerdings bereits seit Längerem erkennen. Die Gewinnrevisionen der vergangenen sechs Monate belaufen sich auf minus 3,9 Prozent. Das gleiche Bild zeigt sich mit Blick auf das laufende Jahr. Die Konsensschätzungen für 2019 nahmen im gleichen Zeitraum um 4,6 Prozent ab.


Die erhöhte Vorsicht ist das Spiegelbild der politischen Risiken sowie der globalen Abschwächung des Wirtschaftswachstums. Zwar gehen Experten weiterhin von positiven Wachstumsraten in vielen Ländern aus, allerdings werden diese deutlich geringer ausfallen als in den Vorjahren. Deutschland dürfte keine Ausnahme sein. "Wir haben echte Kapazitätsengpässe", beschreibt Julius-Bär-Volkswirt David Kohl die Lage in der heimischen Wirtschaft. Hinzu kommt, dass die deutsche Exportwirtschaft von der nachlassenden konjunkturellen Dynamik in China ausgebremst wird. Folglich erwartet der Experte für 2019 nur ein Plus von 1,5 Prozent.

Dass die Sorgen um den Aufschwung in Deutschland nicht grundlos sind, zeigen jüngste Konjunkturdaten. So drosselten die Unternehmen ihre Produktion im vergangenen November zum dritten Mal in Folge und mit 1,9 Prozent so stark wie seit Juli 2018 nicht mehr. Daher wundert es nicht, dass sich die Stimmung eintrübt. Die vom Ifo-Institut befragten Unternehmen bewerten ihre aktuelle Geschäftslage und die Erwartungen immer pessimistischer. Im Dezember fiel das Geschäftsklima um einen Punkt auf 101,0 Zähler. Es sank damit den vierten Monat in Folge. "Wir sind in eine Phase der Abkühlung eingetreten", kommentierte Konjunkturchef Timo Wollmershäuser vom Ifo-Institut die Ergebnisse. Die Münchner Wirtschaftsforscher strichen daraufhin ihre Wachstumsprognose für 2019 von zuvor 1,9 auf 1,1 Prozent zusammen.

2018 legte das BIP um 1,5 Prozent zu. Diese Rate impliziert ein positives Wachstum im Schlussviertel, nach einem negativen Vorzeichen im dritten Quartal. "Dass es bei einem blauen Auge blieb, ist vor allem dem robusten privaten Konsum und den Investitionen zu verdanken", erklärt Thomas Gitzel, Chefökonom der VP Bank.

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