Die beiden Unternehmen gaben die Größe des Deals nicht bekannt, aber der Datenverkehr für "Millionen" von Meeting-Teilnehmern werde vom Oracle-Clouddienst verarbeitet, etwa 7 Millionen Gigabyte Zoom-Daten pro Tag würden über Oracle-Server fließen, hieß es weiter. "Es ist spannend, sehr schnell auf eine Plattform zu kommen und rasant wachsen zu können", sagte Brendan Ittelson, Technikvorstand von Zoom, in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. Der Dienst lief bislang auf einer Mischung aus eigenen Rechenzentren und Cloud-Computing-Diensten von Amazon Web Services und Microsofts Azure. Um die Rechenleistung des dreißigfachen Anstiegs des Datenverkehrs infolge des Coronavirus-Ausbruchs stemmen zu können, wurde Oracle an Board geholt. Online-Videoanrufe stiegen nach Unternehmensangaben von zehn Millionen im Dezember auf aktuell 300 Millionen pro Tag. Durch die Maßnahmen zur Begrenzung der Ausbreitung des Coronavirus sind Unternehmen, Universitäten und Schulen zu Telearbeit übergegangen - auch suchen Menschen in der Isolation verstärkt nach Wegen, um in Verbindung zu bleiben. Der Deal ist ein großer Gewinn für Oracle, das Rivalen wie Amazon.com und Microsoft einholen will. Jean Atelsek, Analyst bei 451 Research, sagte, bei erfolgreicher Zusammenarbeit könnte Zoom für Oracle ein hochkarätiger Kunde sein, um die Wettbewerbsfähigkeit der Cloud-Technologie unter Beweis zu stellen. "Das Bemerkenswerte an diesem Deal ist die Schnelligkeit, mit der er zustande gekommen ist", sagte Atelesk.

rtr