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Der Morgen kompakt: Ampel-Bündnis steht, die neusten Corona-Zahlen und Beratungen zur Zulassung des Corona-Impfstoffs bei Kindern

Der Morgen kompakt: Ampel-Bündnis steht, die neusten Corona-Zahlen und Beratungen zur Zulassung des Corona-Impfstoffs bei Kindern
25.11.2021 07:13:45

Welche Themen sind am Donnerstagmorgen wichtig für die Finanzmärkte? Unter anderem im Blick: Das Ampel-Bündnis von SPD, Grünen und FDP erntet für seine künftigen Pläne Lob und Kritik von Wirtschaft und Ökonomen, das RKI meldet mit 75.961 Positiv-Tests binnen 24 Stunden einen Rekordanstieg der Neuinfektionen und Orange-Chef räumt nach einer Bewährungsstrafe seinen Posten.

AMPEL-BÜNDNIS - Das Ampel-Bündnis von SPD, Grünen und FDP erntet für seine künftigen Pläne Lob und Kritik von Wirtschaft und Ökonomen. "Insgesamt strahlt der Koalitionsvertrag eine wirtschaftspolitische Aufbruchstimmung unter Wahrung finanzpolitischer Solidität aus", sagte der frühere Wirtschaftsweise Lars Feld der Nachrichtenagentur Reuters. Insgesamt dürften die Projekte dank eines Maßnahmenpakets finanzierbar sein, sagte der Präsident des Münchner Ifo-Instituts, Clemens Fuest. "Genau wird man das aber erst beurteilen können, wenn die Vorhaben konkretisiert sind." DIW-Chef Marcel Fratzscher bezeichnete die Pläne unterm Strich als ausgewogen und ambitioniert.

* VIURS/RKI - Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet mit 75.961 Positiv-Tests binnen 24 Stunden einen Rekordanstieg der Neuinfektionen. Das sind 10.590 Fälle mehr als am Donnerstag vor einer Woche, als 65.371 Neuinfektionen gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf eine Höchstmarke von 419,7 von 404,5 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. Die Zahl der in Deutschland im Zusammenhang mit dem Corona-Virus gestorbenen Menschen ist mit 351 weiteren Todesfällen binnen eines Tages über die Schwelle von 100.000 gestiegen. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Corona-Todesfälle auf 100.119.

* ORANGE - Der Chef des französischen Telekomkonzerns, Stephane Richard, räumt nach der Verurteilung zu einer Bewährungsstrafe in der sogenannten Tapie-Affäre seinen Posten. Richard habe am Mittwoch auf einer Vorstandssitzung seinen Rücktritt eingereicht, teilte das Unternehmen mit. Der staatlich kontrollierte Konzern wolle bis spätestens 31. Januar einen neuen Vorstandschef ernennen. Ein Pariser Berufungsgericht hatte Richard wegen Mitschuld an einer unrechtmäßigen staatlichen Millionenzahlung an den Unternehmer Bernard Tapie im Jahr 2008 verurteilt. Er erhielt eine Freiheitsstrafe von einem Jahr, die auf Bewährung ausgesetzt wurde, und muss ein Bußgeld in Höhe von 50.000 Euro zahlen.

* GROSSBRITANNIEN - Die britische Wein- und Spirituosenindustrie warnt vor einem Alkohol-Versorgungsengpass zu Weihnachten. Grund sei der Mangel an Lkw-Fahrern, erklärte der Branchenverband WSTA. "Unter unseren Mitgliedern wächst die Besorgnis, dass wir, wenn nicht dringende Maßnahmen ergriffen werden, noch tiefer in ein Lieferchaos geraten." Es gebe bereits große Verzögerungen bei den Lieferzeiten, was die Kosten in die Höhe treibe und die Produktpalette für britische Verbraucher einschränke.

* Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA berät über eine Zulassung des Covid-19-Impfstoffs von BIONTECH und PFIZER zum Einsatz bei Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren.

* USA/ZINSEN - Die US-Notenbank Fed hat auf ihrer jüngsten geldpolitischen Sitzung über einen schnelleren Weg zu einer Zinserhöhung diskutiert. Mehrere Teilnehmer brachten demnach das Argument vor, dass die Fed auf ein höheres Tempo bei der Verringerung ihrer Anleihenkäufe vorbereitet sein müsse. Dieses verschärfte Tempo könne angemessen sein, um bei Bedarf früher in der Lage zu sein, eine Zinserhöhung in die Wege zu leiten. Wie aus den Protokollen der Sitzung weiter hervorgeht, forderten mehrere Währungshüter Flexibilität als Richtschnur für die Geldpolitik in einem von Unsicherheit und erhöhter Inflation geprägten Umfeld.

* DEUTSCHLAND/BIP - Die Bundesbank blickt deutlich skeptischer auf die Konjunktur als noch im Sommer. "Im Jahresdurchschnitt 2021 dürfte das Wirtschaftswachstum in Deutschland deutlich geringer ausfallen als in unserer Juni-Prognose veranschlagt", erklärte Bundesbankchef Jens Weidmann. Damals hatte die deutsche Zentralbank für das laufende Jahr einen kalenderbereinigten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 3,7 Prozent veranschlagt. Weidmann nannte nun keine konkrete Zahl. Die Bundesregierung hatte ihre Prognose für das BIP unlängst gekappt - und zwar von 3,5 auf 2,6 Prozent.

rtr

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