* AFGHANISTAN - In Afghanistan haben die Taliban die strategisch wichtige Stadt Kundus und zwei weitere Provinzhauptstädte im Norden weitgehend unter ihre Kontrolle gebracht. In Kundus, wo die Bundeswehr jahrelang stationiert war, eroberte die radikal-islamische Gruppe nach Angaben eines Parlamentariers alle wichtigen Regierungsgebäude. Die Regierungssoldaten kontrollierten demnach noch den Flughafen und ihren eigenen Stützpunkt. Ein Taliban-Sprecher sagte, man habe einen Großteil der Provinz Kundus erobert. Die staatlichen Sicherheitskräfte kündigten eine Gegenoffensive an.

* FLUT - Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet sieht keine Obergrenze für Hilfen nach der Flutkatastrophe. Nach dem Wiederaufbau solle keine Stadt, kein Dorf und keine Familie schlechter dastehen als vorher. "Dafür gibt es keine Obergrenze", sagte er der "Bild am Sonntag". Von der Konferenz der Ministerpräsidenten am Dienstag müsse ein klares Signal für einen umfassenden Wiederaufbau der Gebiete kommen. Bauunternehmen und Handwerker aus ganz Deutschland würden mehrere Monate lang im Katastrophengebiet benötigt.

* KLIMA - Der UN-Weltklimarat IPCC legt heute einen neuen Bericht zum Stand der Erderwärmung vor. Ein zentraler Punkt wird dabei das verbleibenden CO2-Budget der Erde sei. Dabei geht es darum, wieviel Treibhausgas noch in der Atmosphäre gelangen kann, um die Erwärmung auf möglichst maximal 1,5 Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit zu begrenzen. Dieses Ziel ist im Weltklimavertrag von Paris verankert. Zudem wird der Bericht den Zusammenhang zwischen Klimawandel und einzelnen Extrem-Wetterereignisse genauer beleuchten.

* USA/INFRASTRUKTURPAKET - Die USA sind der Verabschiedung eines überparteilichen Infrastrukturprogramms in Höhe von rund eine Billion Dollar wieder einen Schritt näher gekommen. Der US-Senat segnete am Sonntag mit 69 zu 28 Stimmen die Details der billionenschweren Investition in Straßen und Brücken ab. Den Regelungen waren wochenlange Verhandlungen zwischen Republikanern und Demokraten vorausgegangen. Der Senat votierte außerdem für eine begrenzte Debatte über den gesamten Gesetzesentwurf. Das Ergebnis ermöglicht nun eine Abstimmung über die Verabschiedung des Infrastruktur-Programms bereits am Montag oder Dienstag. Im Anschluss muss das Paket vom Repräsentantenhaus genehmigt werden.

* ALLIANZ - Beim geplanten Umbau der Allianz Deutschland stehen die wesentlichen Eckpunkte. Ab dem kommenden Jahr wird die wichtige deutsche Einheit eine neue Matrix-Struktur erhalten, wie das "Handelsblatt" berichtet. Während die drei operativen Einheiten Sach-, Lebens- und Krankenversicherungen als Säulen erhalten blieben, werde es unterhalb davon zwei Einheiten geben, die das Fundament des operativen Geschäfts darstellen sollen. "Im Prinzip werden wir globaler und lokaler gleichzeitig", sagt Bernd Heinemann, Vorstand für Marktmanagement bei der Allianz Deutschland, der Zeitung.

* DEUTSCHE POST - Die Konzerntochter DHL stellt ihr Paketdrohnen-Entwickungsprojekt "Paketkopter" ein. "Das Projekt Paketkopter führen wir nicht weiter", sagte ein DHL-Sprecher der "Welt am Sonntag".

* MERCK-Chefin Belén Garijo legt den Fokus auf die interne Innovationskraft. "Merck befindet sich in einer Phase, in der wir vor allem das organische Wachstum vorantreiben wollen", sagte Garijo der "SZ". "Sicher, es wird kleinere, komplementäre Akquisitionen geben, um bestehendes Geschäft abzurunden. Ich habe nicht das Gefühl, dass wir derzeit große transformative Übernahmen brauchen. Das heißt aber nicht, dass ich sie ganz ausschließe."

* AIRBUS sieht bei einem Verbleib der Einzelteil-Fertigung im Konzern dort einem Insider zufolge 1000 der 2500 Stellen in Deutschland bedroht. Das gehe aus einem Papier hervor, das Airbus dem Betriebsrat und den Gewerkschaftern präsentiert habe, sagte eine mit den Plänen vertraute Person am Wochenende der Nachrichtenagentur Reuters. Airbus wirbt bei den Arbeitnehmervertretern für einen Verkauf dieses Teils der Zuliefer-Tochter Premium Aerotec.

* VEONEER - Um den schwedischen Autoteile-Hersteller tobt ein Bieter-Kampf. Veoneer erklärte am Sonntag, er sei offen für das Angebot des US-Chipherstellers Qualcomm und werde mit diesem Gespräche führen. Qualcomm hat eine 4,6 Milliarden Dollar schwere Offerte für Veoneer vorgelegt und damit die österreichisch-kanadischen Magna-Gruppe übertrumpft.

* BERKSHIRE HATHAWAY setzt mit einem kräftigen Gewinnanstieg ihre Erholung von der Corona-Krise fort. Das Betriebsergebnis kletterte im zweiten Quartal um 21 Prozent auf 6,69 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen von Starinvestor Warren Buffett mitteilte.

* PHILIP MORRIS - Der Zigaretten-Konzern hat sein Angebot für den britischen Arzneimittel-Produzenten Vectura angehoben. Die neue Offerte liege bei 165 Pence je Aktie, teilte Philip Morris mit. Vectura werde damit mit gut einer Milliarde Pfund bewertet. Die US-Beteiligungsgesellschaft Carlyle bot zuletzt 155 Pence je Aktie.

* ARAMCO hat seinen Quartalsgewinn dank der weltweiten Konjunkturerholung beinahe vervierfacht. Der Überschuss in den drei Monaten bis Ende Juni stieg auf 95,47 Milliarden Riyal (rund 22 Milliarden Euro) von 24,62 Milliarden Riyal ein Jahr zuvor.

* RENAULT/GEELY - Der französische Autohersteller und der chinesische Konzern wollen gemeinsam Hybrid-Fahrzeuge für den chinesischen und südkoreanischen Markt entwickeln. In China werde Renault das neu eingeführte System von Geely nutzen, um unter der Marke Renault Hybride zu entwickeln, teilten die Unternehmen in einer gemeinsamen Erklärung mit. Einzelheiten zur Produktion der Fahrzeuge wurden nicht bekannt gegeben.

* EZB - Bundesbank-Präsident Jens Weidmann hat seine Forderung nach einem Stopp der Krisenanleihenkäufe nach Ende der Pandemie erneuert. Das PEPP getaufte Anleihenkaufprogramm der EZB müsse beendet werden, wenn die Virus-Krise vorüber sei, sagte er der "Welt am Sonntag". "Das erste P steht schließlich für pandemisch und nicht für permanent. Das ist eine Frage der Glaubwürdigkeit." Das ältere Kaufprogramm APP werde beendet, sobald es der Preisausblick hergebe.

rtr