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Der Morgen kompakt: Zwölf Themen, die Anleger heute Morgen wissen sollten

Der Morgen kompakt: Zwölf Themen, die Anleger heute Morgen wissen sollten

WKN: A0EAKF ISIN: KYG2022L1068 CDC Corp.

13.01.2021 07:20:00

Welche Themen sind am Mittwochmorgen wichtig für die Finanzmärkte? Unter anderem im Blick: US-Vizepräsident Mike Pence lehnt eine sofortige Absetzung von Donald Trump ab, der Taxi- und Fahrdienstvermittler Free Now will seine Anbieter zum Umstieg auf klimaschonende Elektroautos bewegen und die Deutsche Post hat dank der Paket-Flut und einem florierenden Express-Geschäft während der Corona-Krise ihre erst im Oktober angehobenen Gewinnerwartungen übertroffen.

* USA/TRUMP/PENCE - US-Vizepräsident Mike Pence lehnt eine sofortige Absetzung von Donald Trump ab. In einem Schreiben an die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, teilte Pence mit, den 25. Verfassungszusatz nicht anwenden zu wollen. Pence und das Kabinett könnten den Präsidenten für amtsuntauglich erklären lassen und ihm damit sofort die Macht entziehen. Das sei aber nicht im besten Interesse des Landes, schrieb Pence. Es würde nur einen schrecklichen Präzedenzfall schaffen. Trotzdem distanzierten sich immer mehr Republikaner von Trump, dessen Anhänger vergangene Woche das Kapitol gestürmt hatten. Nach tagelangem Schweigen verurteilte auch das Militär die Gewalt im Parlament. Die Staatsanwaltschaft weitete ihre Ermittlungen aus. Unterdessen hat das Repräsentantenhaus Pence offiziell aufgefordert, Trump sofort abzusetzen. Die Abgeordneten stimmten am Dienstag mehrheitlich dafür, dass Pence den 25. Verfassungszusatz anwenden sollte. Die Aufforderung ist allerdings nicht bindend.

* USA/FLUGREISEN - Flugreisende in die USA müssen ab Ende Januar einen negativen Covid-Test vorweisen. Dieser müsse innerhalb von drei Tagen vor Abflug gemacht worden sein, teilte das Zentrum zur Seuchenbekämpfung (CDC) mit. Betroffen seien alle internationalen Verbindungen - und hier alle Reisenden ab zwei Jahren. Ausnahmen gibt es für Passagiere, die nur in den USA umsteigen, aber nicht ins Land einreisen.

* VIRUS/DEUTSCHLAND - Die Angst vor einer Ausbreitung von mutierten Coronaviren treibt die Debatte über eine erneute Verschärfung des Lockdowns voran. "Deutschland steht vor acht bis zehn sehr harten Wochen", sagte Kanzlerin Angela Merkel nach Auskunft mehrerer Teilnehmer in der Arbeitsgruppe Sicherheit der Unions-Bundestagsfraktion. Die Entwicklung in Irland habe gezeigt, wie schnell sich die hochansteckende Virus-Variante ausbreiten könne. Dort habe es innerhalb kurzer Zeit eine Verzehnfachung der Infektionszahlen gegeben. In Bund-Länder-Kreisen wird nach Informationen von Reuters deshalb überlegt, ob es nicht schon vor dem 25. Januar ein neues Spitzengespräch geben sollte. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sagte laut Medienberichten, dass man notfalls auch über schärfere Maßnahmen nachdenken müsse.

* VIRUS/RKI - In Deutschland gibt es laut Robert-Koch-Institut binnen 24 Stunden 19.600 neue Corona-Fälle. Das sind rund 1600 weniger als am Mittwoch vor einer Woche. 1060 Personen starben im Zusammenhang mit dem Virus.

* VIRUS/DEUTSCHLAND/EINREISE - Die Bundesregierung verschärft die Einreisevorschriften für Länder, in denen Virus-Mutationen auftreten. Das geht aus einem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Entwurf des Gesundheitsministeriums hervor, den das Bundeskabinett heute beschließen soll.

* BMW/DAIMLER - Der Taxi- und Fahrdienstvermittler Free Now will seine Anbieter zum Umstieg auf klimaschonende Elektroautos bewegen. Das Gemeinschaftsunternehmen von BMW und Daimler erklärte, bis 2025 solle die Hälfte der vermittelten Fahrten mit Pkw und Zweirädern vollelektrisch sein. Bis 2030 werde "Net-Zero" angestrebt, das heißt eine Mobilität ohne CO2-Emissionen, wobei Fahrten mit Verbrenner-Wagen durch die Finanzierung von Baumpflanzungen kompensiert werden sollen.

* DEUTSCHE POST hat dank der Paket-Flut und einem florierenden Express-Geschäft während der Corona-Krise ihre erst im Oktober angehobenen Gewinnerwartungen übertroffen. "Trotz der zahlreichen Herausforderungen konnten wir ein Rekordergebnis erzielen", bilanzierte Konzernchef Frank Appel. Der Konzern blickt nun auch optimistischer in die Zukunft.

* PROSIEBENSAT1 - Der US-Finanzinvestor und Springer-Großaktionär KKR will sich einem "Bloomberg"-Bericht zufolge von einem Großteil seines Aktienpakets am Fernsehkonzern ProSiebenSat.1 trennen. KKR wollte über Nacht elf Millionen ProSiebenSat.1-Aktien bei institutionellen Investoren platzieren, wie die Finanznachrichtenagentur berichtete. Das wären 4,7 Prozent des Grundkapitals. KKR hatte zuletzt einen Anteil von 6,6 Prozent an ProSiebenSat.1 gemeldet. Der Medienkonzern Axel Springer hatte Spekulationen über Pläne für ein Bündnis mit dem Betreiber von Privatsendern wie ProSieben, Sat.1, Kabel 1 und Online-Plattformen stets zurückgewiesen.

* ADLER MODEMÄRKTE - Der Billig-Textilhändler darf sich in Eigenregie sanieren. Das Amtsgericht Aschaffenburg gab dem Antrag auf ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung statt, wie Adler mitteilte. Damit bleibt der Vorstand im Amt, jedoch unter der Aufsicht eines Sachwalters, der die Interessen der Gläubiger vertritt.

* DEUTSCHLAND/WIRTSCHAFT - Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet rechnet noch mit längeren Problemen der Wirtschaft wegen der Coronavirus-Krise. "Wir müssen uns darauf einstellen, dass die Zeit nach der Pandemie genau so schwierig wird wie die jetzige. Die wirtschaftlichen, sozialen und finanziellen Herausforderungen werden immens sein", sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Deshalb müssten jetzt die Weichen gestellt werden: "Neben den Überbrückungshilfen und Konjunkturprogrammen brauchen wir ein bundesweites Entfesselungspaket. Konkret heißt das: schnellere Plan- und Genehmigungsverfahren, Bürokratieabbau und weitere Erleichterungen für Unternehmen."

* BREXIT/IRLAND - Irland bekommt in diesem Jahr als Ausgleich für den Brexit 1,05 Milliarden Euro aus EU-Finanztöpfen. Das teilte Außenminister Simon Coveney mit. Irland ist als direkter Nachbar mit am stärksten betroffen vom EU-Austritt Großbritanniens.

* FED - Der Fed-Notenbanker Eric Rosengren erwartet eine deutliche Erholung der US-Konjunktur in der zweiten Jahreshälfte. Die Pandemie dürfte zwar so lange ein Problem für die öffentliche Gesundheit und die Wirtschaft bleiben, bis Impfungen weit verbreitet seien. "Trotzdem erwarte ich bei erheblicher finanzpolitischer und monetärer Unterstützung eine robuste Erholung ab der zweiten Jahreshälfte." Er gehe dabei von einen höheren Konsum und einer niedrigeren Arbeitslosigkeit aus.

rtr

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