DGAP-News: EVN AG: Berichtigte Version - Vorzeichen EBIT - Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2013/14

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11.12.2014 08:30:48

EVN AG: Berichtigte Version - Vorzeichen EBIT - Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2013/14

DGAP-News: EVN AG / Schlagwort(e): Jahresergebnis

EVN AG: Berichtigte Version - Vorzeichen EBIT - Geschäftsverlauf im

Geschäftsjahr 2013/14

11.12.2014 / 08:31

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Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2013/14

(1. Oktober 2013 - 30. September 2014)

Highlights

- Milder Winter reduzierte Energieabsatz

- Witterungsbedingt reduzierte Erzeugungsmengen aus Wind- und Wasserkraft

- Ergebnis beeinflusst durch negative Einmaleffekte in Form von

Wertminderungen

- im Erzeugungsbereich in Österreich und Deutschland

- in Bulgarien und Mazedonien

- von Umweltprojekten in Moskau

- Senkung des Energiepreises bei Strom um 10 % für einen

durchschnittlichen niederösterreichischen Haushaltskunden ab

1. Oktober 2014 und Einführung eines Bonuspunkteprogramms

- Investitionen von 1 Milliarde Euro in den nächsten vier Jahren in die

Versorgungssicherheit und in erneuerbare Energie in Niederösterreich

Kennzahlen

Umsatzerlöse: 1.974,8 Mio. Euro (Veränderung: -6,2 %)

EBITDA: 184,1 Mio. Euro (Veränderung: -65,9 %)

Operatives Ergebnis (EBIT): -341,4 Mio. Euro

Konzernergebnis: -299,0 Mio. Euro

Cash Flow aus dem operativen Bereich: 546,0 Mio. Euro (Veränderung: -4,2 %)

Dividende pro Aktie: 0,42 Euro (Vorschlag an die Hauptversammlung)

Dividendenrendite: 4,1 %

Energiewirtschaftliches Umfeld

Das abgelaufene Geschäftsjahr war im gesamten Versorgungsgebiet der EVN von

der überaus warmen Winterperiode 2013/14 geprägt. So war das

Temperaturniveau nochmals deutlich milder als im ohnehin schon warmen

Winter des Vorjahres. Dadurch lag auch die Heizgradsumme, die zu

Vergleichszwecken für die Bestimmung des Energiebedarfs erhoben wird, in

allen Versorgungsgebieten der EVN unter dem Wert des Vorjahres: In

Österreich war ein Rückgang um 20,6 Prozentpunkte zu verzeichnen, und auch

in Bulgarien bzw. Mazedonien lag die Heizgradsumme um 7,6 bzw. 5,7

Prozentpunkte unter dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Die Verringerung der Auktionsmenge von CO2-Emissionszertifikaten durch die

Europäische Union führte zu einer Stabilisierung der Preise gegenüber dem

Vergleichsstichtag des Vorjahres. Trotz dieser Stabilisierung befinden sich

die Preise für CO2-Emissionszertifikate nach wie vor auf sehr niedrigem

Niveau. Weiterhin rückläufig sind die Termin- und Spotmarktpreise an den

europäischen Strombörsen. Der aktuelle Angebotsüberhang lässt auch kurz-

und mittelfristig keine Trendumkehr erwarten. Hauptgrund dafür ist neben

der weltweit schwachen Wirtschaftsentwicklung der fortgesetzte Ausbau der

Stromerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern.

Negatives Konzernergebnis aufgrund von Einmaleffekten aus Wertminderungen

Im Geschäftsjahr 2013/14 verringerten sich die Umsatzerlöse um 6,2 % auf

1.974,8 Mio. Euro. Neben einem milden Winter 2013/14 verringerten die

vorangegangenen Tarifentscheidungen in Bulgarien und Mazedonien die

Umsatzerlöse. Zusätzlich wirkte sich die vom bulgarischen Regulator

beschlossene Rückführung von Erlösen aus vergangenen Perioden aus. Im

internationalen Projektgeschäft war zudem ein geringeres Abwicklungsvolumen

zu verzeichnen.

Im Geschäftsjahr 2013/14 wurde ein EBITDA in der Höhe von 184,1 Mio. Euro

erwirtschaftet, das um 65,9 % unter dem Vergleichswert des Vorjahres lag.

Hauptverantwortlich dafür war insbesondere eine im 4. Quartal durchgeführte

Wertberichtigung der Leasingforderung im Zusammenhang mit der

Müllverbrennungsanlage Nr. 1 in Moskau in Höhe von 191,4 Mio. Euro.

Erhebliche Zweifel an der Realisierbarkeit des Projekts machten diesen

Schritt erforderlich.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr mussten für Firmenwerte und Kundenstöcke in

Bulgarien und Mazedonien, für die Schlammtrocknung und Anlagenteile des

Blockheizkraftwerks in Ljuberzy, Moskau, sowie für Erzeugungskapazitäten

und Investitionen in diesem Bereich in Österreich, Deutschland und

Bulgarien Wertminderungen vorgenommen werden. Die Wertminderungen betrugen

269,5 Mio. Euro. Daher verringerte sich das operative Ergebnis (EBIT) auf

-341,4 Mio. Euro. Das Finanzergebnis belief sich auf -31,9 Mio. Euro und

lag damit um 39,6 Mio. Euro über dem Ergebnis des Vorjahres. Die

Hauptursache für diese Verbesserung lag in einem gesteigerten

Beteiligungsergebnis, das neben der gesteigerten Ausschüttung der Verbund

AG vom Wegfall der belastenden aperiodischen Effekte des Vorjahres positiv

beeinflusst war. In Summe sank das Konzernergebnis auf -299,0 Mio. Euro

(Vorjahr: 109,3 Mio. Euro).

Da die Effekte, die zu dem negativen Konzernergebnis führten, überwiegend

nicht zahlungswirksam waren, wird der EVN Vorstand der 86. Hauptversammlung

für das Geschäftsjahr 2013/14 eine stabile Dividende von 0,42 Euro je Aktie

(Vorjahr: 0,42 Euro) vorschlagen. Daraus errechnet sich eine

Dividendenrendite von 4,1 % (Vorjahr: 3,7 %) zum Aktienkurs der EVN AG von

10,13 Euro per 30. September 2014.

Gesunkene Nettoverschuldung; solide Bilanzstruktur

Da das Konzernergebnis maßgeblich von nicht zahlungswirksamen Effekten

geprägt war, und die Bereinigung dieser Effekte entsprechend der

bilanziellen Abbildung entweder im Cash Flow aus dem Ergebnis oder im Cash

Flow aus dem operativen Bereich erfolgte, wurde trotz der negativen

Ergebnisentwicklung ein starker Cash Flow aus dem Ergebnis sowie aus dem

operativen Bereich erzielt. In Summe sank der Cash Flow aus dem Ergebnis im

Geschäftsjahr 2013/14 um 37,2 % auf 337,4 Mio. Euro; der Cash Flow aus dem

operativen Bereich ging um 4,2 % auf 546,0 Mio. Euro zurück. Im Working

Capital waren stichtagsbedingte Anstiege der Lieferantenverbindlichkeiten

und der Rückstellungen sowie der übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten zu

verzeichnen. Der Cash Flow aus dem Investitionsbereich belief sich auf

-243,3 Mio. Euro und war damit um 115,8 Mio. Euro bzw. 32,2 % niedriger als

im Vorjahr.

Die EVN konnte die Nettoverschuldung um 187,2 Mio. Euro bzw. 10,3 % auf

1.622,4 Mio. Euro reduzieren. Das Eigenkapital belief sich per 30.

September 2014 auf 2.632,7 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote ging auf 38,5 %

(Vorjahr: 42,3 %) zurück. Das negative Konzernergebnis im Geschäftsjahr

2013/14, die Ausschüttung der Dividende für das vorhergehende Geschäftsjahr

im Jänner 2014 und die erfolgsneutrale Änderung der Bewertungsrücklage

stellten dabei die wesentlichen Einflussfaktoren auf das Eigenkapital dar.

Durch das gesunkene Eigenkapital erhöhte sich die Gearing Ratio von 58,8 %

auf 61,6 %.

Entwicklungen im Energie- und Umweltgeschäft

Energiegeschäft

Die Gewährleistung der Versorgungssicherheit in Niederösterreich ist ein

zentrales Anliegen der EVN, das sich in mehreren Projekten widerspiegelt.

Im Bereich der Stromnetze lag der Schwerpunkt der Investitionen auf dem

Netzausbau zur Anbindung der im Netzgebiet ausgebauten Erzeugung aus

erneuerbaren Energiequellen. Um die gestiegene eingespeiste Strommenge aus

Windenergie transportieren zu können, wurde das 110-kV-Netz auch im

Geschäftsjahr 2013/14 laufend erweitert. Daneben wurde in die Mittel- und

Niederspannungsnetze für die Verbesserung der Einspeisung aus dezentralen

Photovoltaik-Anlagen investiert. Im Bereich der Erdgasnetze wurde die 143

km lange Erdgastransportleitung "Westschiene" fertiggestellt, deren letzter

Abschnitt in der Berichtsperiode mit Erdgas befüllt wurde. Somit konnte

die direkte Anbindung an die Erdgasspeicher der Rohöl-Aufsuchungs AG in

Oberösterreich erreicht werden.

Ein weiterer Schwerpunkt der Investitionsstrategie der EVN ist der Ausbau

der Erzeugung aus erneuerbaren Energiequellen. Im abgelaufenen

Geschäftsjahr wurde der Windpark Prellenkirchen mit einer Kapazität von 24

MW eröffnet, womit die EVN insgesamt 14 Windparks mit einer Kapazität von

213 MW betreibt. Im November 2013 erfolgte der Spatenstich für den Windpark

Prottes-Ollersdorf mit einer Gesamtleistung von 37 MW, womit nach der

geplanten Inbetriebnahme über 55.000 Tonnen CO2 jährlich eingespart werden.

Weiters wurde in die Netzverdichtung im Wärmebereich investiert. Die EVN

ist mit ihren mehr als 60 Anlagen der größte Naturwärmeversorger in

Österreich. Zusätzlich wurde die Photovoltaikanlage in Schönkirchen als

Bürgerbeteiligungsmodell in Betrieb genommen. In Summe soll in den

kommenden vier Jahren rund 1 Mrd. Euro in die Versorgungssicherheit

Niederösterreichs sowie in den Ausbau der erneuerbaren Energie investiert

werden.

Im Rahmen der EnergieAllianz hat die EVN Vertriebsgesellschaft die

Energiepreise für Strom per 1. Oktober 2014 gesenkt. Dadurch wird der

Energiepreis für einen durchschnittlichen Haushalt in Niederösterreich mit

einem Jahresverbrauch von 3.500 kWh um 10,0 % sinken. Mit dieser

Preissenkung werden die niedrigeren Großhandelspreise an die Kunden

weitergegeben. Das neu eingeführte Bonuspunkteprogramm der EVN ermöglicht

es den Kunden, gesammelte Punkte in Gutschriften für energieeffiziente

Geräte oder für Dienstleistungen einzutauschen.

Umweltgeschäft

Im internationalen Umweltgeschäft arbeitete die EVN im Geschäftsjahr

2013/14 an neun internationalen Projekten. In Montenegro wurde im Februar

2014 der Vertrag über die Planung und Errichtung der für 72.400 Einwohner

ausgelegten Kläranlage Kotor-Tivat unterzeichnet. Zudem wurde das ebenfalls

in Montenegro umgesetzte Abwasserbehandlungsprojekt Budva in die

Inbetriebnahmephase übergeführt. In der Berichtsperiode haben die Arbeiten

zur Flussregulierung für die zweite Abwasserbehandlungsanlage im Rahmen des

Projekts in Budva begonnen.

Im April 2014 fand die offizielle Eröffnung der Kläranlage Mia Milia/

Haspolat in Zyperns Hauptstadt Nikosia statt. Mit der Anlage können die

Abwässer von 270.000 Einwohnern aufbereitet werden. Im Zuge des Projekts

wurden auch Anlagen zur Klärschlammbehandlung und zur Biogasgewinnung

errichtet. In der zypriotischen Stadt Larnaca, von der die EVN mit dem Bau

einer Abwasserbehandlungsanlage mit einer Kapazität für 100.000 Einwohner

beauftragt wurde, konnten in der Berichtsperiode fast alle Bauwerke

fertiggestellt werden. Die Inbetriebnahme ist für das 1. Halbjahr 2014/15

geplant. In Polen erhielt die EVN gemeinsam mit ihrer polnischen Tochter

den Auftrag für die Planung, Modernisierung und Erweiterung der Kläranlage

Pruszkow in Warschau, die nach dem Umbau über eine Kapazität für 256.000

Einwohner verfügen wird. Weiters wurde in Krakau die Baugenehmigung zur

Modernisierung und Erweiterung der Kläranlage Kujawy erlangt; die

Umbaumaßnahmen haben bereits begonnen.

Die EVN hat über die WTE Projektgesellschaft Natriumhypochlorit mbH mit

Sitz in Deutschland für die Stadt Moskau eine Natriumhypochloritanlage

errichtet. Wie in der Ad-hoc-Mitteilung vom 29. Oktober 2014 bekannt

gegeben, hat die EVN mit der Regierung der Stadt Moskau eine Einigung über

den Verkauf der Natriumhypochloritanlage erzielt: Mosvodokanal, das

Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsunternehmen der Stadt Moskau,

übernahm die von der Projektgesellschaft gehaltenen Anteile an der

Objektgesellschaft in Russland, in der die Natriumhypochloritanlage

bilanziert ist. Der Verkaufspreis betrug 250,0 Mio. Euro und

korrespondierte mit den Investitionskosten einschließlich erwarteter

Ergebnisbeiträge der EVN Gruppe. Die Veräußerung erfolgte am 30. Oktober

2014. Für die Funktionsfähigkeit der Anlage wurde eine an Bedingungen

geknüpfte Garantie von WTE eingeräumt. Derzeit erfolgen die vorbereitenden

Tests und die Inbetriebsetzung der Anlage.

Mit der Übernahme des Wasserversorgungsnetzes der niederösterreichischen

Gemeinde Göllersdorf im Jänner 2014 stieg die Anzahl der von der EVN direkt

versorgten Trinkwasserkunden im Endkundenbereich auf rund 87.000 an.

Insgesamt beliefert die EVN mehr als 500.000 Einwohner in Niederösterreich.

Mit der Stadtgemeinde Litschau gewann die EVN einen weiteren Kunden, den

sie seit Mitte Juni 2014 mit Trinkwasser aus dem überregionalen

Trinkwassersystem "Waldviertel" beliefert. Weiters wurde in der

Berichtsperiode mit der Errichtung der Naturfilteranlagen in den

niederösterreichischen Gemeinden Drösing und Obersiebenbrunn begonnen, die

zukünftig auf natürliche Weise den Härtegrad des Wassers reduzieren werden.

Die Anlage in Obersiebenbrunn soll im Frühjahr 2015 in Betrieb genommen

werden.

Ausblick

In Summe wird die EVN auch in den kommenden Jahren ihren

Konsolidierungskurs fortsetzen. Der Fokus liegt auf den bestehenden

Geschäftsbereichen. Durch laufende Effizienzsteigerungen sollen die

Ergebnisse abgesichert werden. Unter der Annahme von durchschnittlichen

energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen wird das Konzernergebnis für das

Geschäftsjahr 2014/15 wieder über dem Niveau des Jahres 2012/13 erwartet.

Die regulatorischen Rahmenbedingungen, die Entwicklungen in den

eingeleiteten Verfahren im Zusammenhang mit den Forderungen aus den

Tarifentscheidungen in Bulgarien und im Zusammenhang mit dem Kraftwerk

Duisburg-Walsum sowie der Fortgang der Aktivitäten in Moskau sind geeignet,

das Konzernergebnis wesentlich zu beeinflussen.

Den vollständigen Ganzheitsbericht 2013/14 finden Sie unter

www.investor.evn.at.

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11.12.2014 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht,

übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG.

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Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten,

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Sprache: Deutsch

Unternehmen: EVN AG

EVN Platz

2344 Maria Enzersdorf

Österreich

Telefon: +43-2236-200-12294

Fax: +43-2236-200-82294

E-Mail: info@evn.at

Internet: www.evn.at

ISIN: AT0000741053

WKN: 074105

Indizes: ATX

Börsen: Auslandsbörse(n) Wien (Amtlicher Handel / Official

Market)

Ende der Mitteilung DGAP News-Service

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304467 11.12.2014

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