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Die große Analyse: Top-Strategien für jeden Anlegertyp - und aussichtsreiche Aktien

Die große Analyse: Top-Strategien für jeden Anlegertyp - und aussichtsreiche Aktien

WKN: 852009 ISIN: US7170811035 Pfizer Inc.

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16.11.2018 - 08:01
23.10.2018 03:10:00

Value, Wachstum, Momentum und Qualität: Verschiedene Wege führen zum Erfolg. Und dennoch schwören viele Investoren ausschließlich auf einen Stil - ein großer Fehler. BÖRSE ONLINE sagt warum, stellt Strategien und aussichtsreiche Titel vor. Von Jürgen Büttner

Wenn Börsianer diskutieren, kommt es nicht selten zu regelrechten Glaubenskämpfen. Die Religionen, um die es dabei geht, heißen allerdings nicht Christentum, Islam, Hinduismus, Buddhismus oder Judentum. Vielmehr geht es dabei um die richtigen Anlagestrategien. Für eingefleischte Investoren haben sie schon fast religiösen Charakter. Zumindest dulden sie oft keinen anderen Ansatz neben dem von ihnen favorisierten.



Eine besonders hitzige Debatte darüber, welcher Anlagestil der sinnvollere ist, führen die Anhänger von Value- und Growth-Strategien. Denn wer auf günstig bewertete Aktien setzt, kann oft nichts mit hoch bewerteten oder bereits gut gelaufenen Titeln anfangen. Wachstums- oder Momentum-Anhänger sind dagegen häufig der Meinung, dass Value-Aktien nicht ohne Grund so niedrig bewertet sind.


Sprunghaft bis langlebig



Diese kontrovers geführten Debatten sind keine neue Entwicklung. Vielmehr gibt es diese Diskussionen schon mindestens seit den 1960er-Jahren. Ein eindeutiger Sieger hat sich dabei bis heute nicht herauskristallisiert. Ob es sinnvoll ist, für einen Ansatz die Deutungshoheit zu beanspruchen, ist vor diesem Hintergrund mehr als fraglich. Denn zum einen haben Value-, Qualitäts-, Wachstums- und Momentum-Aktien in der Vergangenheit bereits über längere Zeiträume hinweg bewiesen, dass mit ihnen überdurchschnittliche Ergebnisse zu erzielen sind. Zum anderen wechseln die von der Anlegerherde präferierten Stile häufig und schnell. Eine Strategie, die in einem Jahr besonders beliebt ist und deswegen die Nase vorn hat, kann im nächsten Jahr schon wieder kalter Kaffee sein.

Die wechselnden Vorlieben versuchen Anlagestrategen auch mit dem Verlauf des Konjunkturzyklus in Verbindung zu bringen. Idealtypisch besteht dieser aus vier Phasen: Erholung, Schwächephase bzw.Mitte-Zyklus, spätzyklische Erholung und Rezession. Bestimmte Stile schlagen sich in den einzelnen Phasen besonders gut, während andere schlecht laufen.

In den USA stecken wir nach Einschätzung der Bank of America Merrill Lynch aktuell bereits im Endstadium von Phase 3, also in einer Periode, in der sich die volkswirtschaftlichen Indikatoren nach einer spätzyklischen Erholung einzutrüben beginnen. Diese Einschätzung führt dazu, dass die dortigen Experten zu Aktien mit Momentum, Qualität, geringen Risiken und hoher Marktkapitalisierung raten. Sollen sämtliche Kriterien erfüllt sein, ist die Auswahl an geeigneten Titeln allerdings sehr begrenzt.

Grundsätzlich klingt dieses Zyklenmodell zwar plausibel, doch letztlich ist es ebenfalls nicht frei von Tücken. Denn einerseits kann man nicht immer genau sagen, in welcher Phase sich die Konjunktur gerade befindet. Andererseits ist nicht garantiert, dass sich die Kursmuster bis in alle Ewigkeit wiederholen. Darüber hinaus gab es in der Geschichte auch immer wieder Phasen, in denen einzelne Strategien extrem lange entweder besser oder schlechter als der Markt abschnitten.

In sehr langen Erfolgsphasen besteht die Gefahr, dass Aktien des jeweils präferierten Anlagestils überkauft und teuer sind. In sehr langen Phasen mit einer unterdurchschnittlichen Wertentwicklung können die unter einen Anlagestil fallenden Papiere zwar überverkauft und ungewöhnlich günstig bewertet sein, ob sich daran dann etwas ändert, ist aber längst nicht gesagt.

Wer trotzdem stur an einem Anlagestil festhält, läuft Gefahr, auf das falsche Pferd zu setzen. Gleichzeitig erscheint ein Timing-Versuch von Anlagestilen vielleicht sogar noch schwieriger als eine Antwort auf die Frage zu finden, wann die Aktienquote anzuheben oder zu senken ist.

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