INSIDERTRADING

Die heißesten Insider-Aktien

Die heißesten Insider-Aktien

WKN: 627186 ISIN: MXP001691213 America Movil SAB de CV (L)

09.12.2013 09:00:00

Wenn Manager mit Aktien ihrer eigenen Unternehmen handeln, kann das Aufschlüsse über den künftigen Verlauf des jeweiligen Papiers bringen. Wo Privatanleger dieses Wissen nutzen können. Von Hans Weitmayr

CEOs tun es. CFOs tun es. Aufsichtsräte tun es. Sie alle handeln mit Aktien des eigenen Unternehmens. Diese Deals sind nicht verwerflich — sie müssen aufgrund des vorhandenen Spezialwissens allerdings gemeldet werden. Genau wegen ihres Informationsvorsprungs sind diese Anleger durch diverse Vertrags- und Rechtsklauseln in ihrem Handel mit Papieren des eignen Unternehmens eingeschränkt. Das macht es für sie notwendig, besonders weitsichtig zu agieren. Aus diesem Grund stellt ihr Verhalten für den Rest des Marktes einen nicht zu unterschätzenden Frühindikator dar.

Der an der Universität von Michigan lehrende Finanzmathematiker Nejat Seyhun hat das Phänomen des Insidertradings statistisch ausgewertet. Laut seinen Studien legen Papiere, die deutliche Insiderkäufe ausweisen, in den folgenden zwölf Monaten Kursgewinne hin, die den jeweiligen Vergleichsmarkt um knapp zehn Prozent übertreffen. Kommt es hingegen zu massiven Verkäufen, unterbieten die folgenden Kursbewegungen den Markt um knapp fünf Prozent. Die jüngsten Beobachtungen von Seyhun weisen aus, dass zuletzt nur noch 17 Prozent der Insider auf der Käuferseite standen. Der Schnitt seit 1990 liegt mit 38 Prozent mehr als doppelt so hoch. Insider kaufen also deutlich weniger zu, als sie das im langjährigen Schnitt taten — ein potenzielles Warnzeichen für den Gesamtmarkt.

Fondsmanager wie David Miller, ein ehemaliger Seyhun-Student, schlagen aus solchen Informationen Gewinn — und dieser Tage Alarm: „Über den gesamten Markt hinweg gibt es massive Verkäufe durch Insider“, schreibt er in seiner Markteinschätzung. Der Senior Portfoliomanager des Catalyst Insider Buying Fund sieht vor allem die Sektoren Industriegüter und Technologie belastet. Besonders pessimistisch ist der Investor, der sich in seinem Engagement auf die USA beschränkt, beim Elektroautospezialisten Tesla und dem Online- Filmdienst Netflix. Sein Fonds lässt sich unter dem Ticker INSAX eruieren. Wer die Strategie kopieren will, findet unter www. catalystmutualfunds.com/products ein PDF, in dem die aktuell größten Positionen des Fonds aufgeführt sind.

Filtert man US-Aktien nach den Insideraktivitäten, bestätigt sich jedenfalls die Einschätzung, dass Manager derzeit überdurchschnittlich oft Unternehmensanteile auf den Markt werfen. McDonald’s, Home Depot und Nike gehören zu den Papieren, die einen deutlichen Sell-Überhang ausweisen.

Seite: 1 | 2 | 3 | 4

Bildquelle: Chip East/Reuters, Eduardo Munoz/Reuters, Deutsche Bank

Aktien in diesem Artikel

AT&T Inc. (AT & T Inc.) 34,10 -1,23% AT&T Inc. (AT & T Inc.)
Deutsche Bank AG 6,75 -0,41% Deutsche Bank AG
Home Depot Inc., The 190,44 0,51% Home Depot Inc., The
J. C. Penney Company Inc. 1,00 0,52% J. C. Penney Company Inc.
JPMorgan Chase & Co. 123,80 -0,03% JPMorgan Chase & Co.
McDonald's Corp. 177,16 0,34% McDonald's Corp.
Merck KGaA 104,40 1,46% Merck KGaA
Netflix Inc. 270,00 1,16% Netflix Inc.
Nike Inc. 87,65 -0,27% Nike Inc.
Repsol S.A. 14,45 1,19% Repsol S.A.
Siemens AG 117,90 0,29% Siemens AG
Telefonica S.A. 6,75 0,18% Telefonica S.A.
Tesla 321,05 -0,40% Tesla

Nachrichten zu America Movil SAB de CV (L)

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
Keine Nachrichten verfügbar.

Aktienempfehlungen zu America Movil SAB de CV (L)

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell

Nachrichten

  • Nachrichten zu Aktien
  • Alle Nachrichten