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Die Top-Aktien von Buffett & Co.: 18 heiße Favoriten von den besten Börsengurus

Die Top-Aktien von Buffett & Co.: 18 heiße Favoriten von den besten Börsengurus

WKN: A1JV4H ISIN: US8486371045 Splunk Inc

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18.06.2019 - 08:04
11.06.2019 04:30:00

Star-Investoren wie Warren Buffett, David Tepper oder Frank Sands lassen die Börsen regelmäßig hinter sich. Wie Anleger von den Besten der Besten profitieren. Von Florian Westermann, Euro am Sonntag

Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel erschien am 11.05.2019 in Heftausgabe 19/2019 der BÖRSE ONLINE-Schwesterpublikation €uro am Sonntag.

Einmal im Jahr - traditionell am ersten Samstag im Mai - herrscht in Omaha Ausnahmezustand. So auch in diesem Jahr. Über 40.000 Aktionäre von Warren Buffetts Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway strömten in das sonst eher verschlafene Städtchen im Mittleren Westen der USA im Bundesstaat Nebraska, um ihr Idol auf der Hauptversammlung im riesigen Century Link Center zu erleben.

Den Grundstein für sein Imperium legte Buffett in jungen Jahren mit dem Austragen von Zeitungen, dem Verkauf von Cola-Flaschen und mit Flipperautomaten in Friseursalons. Was viele schätzen: Buffett entspricht überhaupt nicht dem Bild des typischen Milliardärs. Er besitzt keine Villen, keine Yachten, keine Luxusautos und auch keine teuren Kunstwerke. Viele seiner Aktionäre machte er aber zu Multimillionären. Wer 1965 im Jahr von Buffetts Macht­übernahme bei der einstigen Textil­firma einstieg, erzielte bis heute im Schnitt eine Rendite von über 20 Prozent im Jahr. Aus einem Investment von 1.000 Dollar wurden 21 Millionen.

Für Anleger war es also extrem lukrativ, Buffett zu folgen. Neben ihm gibt es eine Reihe weiterer großer Investoren, die ein Gespür für aussichtsreiche Investments haben. Die Redaktion von €uro am Sonntag hat in die Depots sechs erfolgreicher Börsengurus geschaut und die aussichtsreichsten Aktien herausgefiltert.

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Warren Buffett
Die Value-Legende


Eine der drängendsten Fragen der Berkshire-Aktionäre ist die nach Buffetts Nachfolge. Die Wall-Street-Legende feiert im August ihren 89. Geburtstag. Wie lange der laut "Forbes" mit einem Vermögen von 86 Milliarden Dollar drittreichste Mensch der Welt noch an der Spitze von Berkshire steht, ist offen.

Als Nachfolger werden Greg Abel und Ajit Jain gehandelt. Auf der Hauptversammlung ließ Buffett beide mehrmals zu Wort kommen. Abel leitet Berkshires Energiegeschäft, Jain die Versicherungssparte. Für den Star-Investor ist der sich anbahnende Wechsel in der Führungsebene kein Problem. Ausschlaggebend sei die Anlagephilosophie - und die bleibe dieselbe. Der Multimilliardär setzt seit jeher auf die Value-Strategie. Buffett spekuliert nicht auf schnelle Gewinne, sondern ist von der langfristigen Entwicklung seiner Invest­ments überzeugt.

Einen konkreten Hinweis, wo Berk­shire als Nächstes zuschlägt, blieben Buffett und sein Kompagnon Charles Munger während ihres Auftritts im Century Link Center schuldig. Rund 114 Milliarden Dollar liegen in der Kasse. In den nächsten Jahren hofft die Wall-Street-Legende, viel von der Liquidität für Firmen auszugeben, die Berkshire dauerhaft besitzen werde, schrieb das "Orakel von Omaha" im Februar in seinem jährlichen Brief an die Aktionäre. Allerdings: Die unmittelbaren Aussichten für eine große Übernahme seien nicht gut. Buffett nennt die Preise für Unternehmen mit guten langfristigen Perspektiven "schwindelerregend hoch". Aber im direkten Vergleich mit Anleihen seien Aktien "lächerlich billig".

Interessante Möglichkeiten sieht er in Europa und speziell in Großbritannien. Zudem rücken Technologieaktien - von Buffett und Munger lange gemieden - mehr in den Fokus. Vor Kurzem gab Berk­shire den Einstieg beim Internetversandhändler Amazon bekannt. Die Investition trägt die Handschrift der beiden Investmentmanager Ted Wesch­ler und Todd Combs, die Aktienportfolios im Wert von jeweils 13 Milliarden Dollar verwalten. Den Kauf habe nicht er selbst getätigt, sondern "einer der Kerle aus dem Büro, das Geld verwaltet", sagte Buffett dem US-Sender CNBC. Er sei "ein Idiot" gewesen, dass er nicht schon früher gekauft habe.

Auch hinter dem Neueinstieg beim brasilianischen Online-Zahlungsabwickler StoneCo steht nicht Buffett selbst. StoneCo feierte im vergangenen Oktober ein fulminantes Börsendebüt. Die Aktie durchlebt seitdem turbulente Zeiten. Langfristig setzt Berkshire mit dem Investment auf einen Megamarkt: das mobile Bezahlen im Internet und im Laden mit dem Smartphone. Als Marktführer in Brasilien bietet StoneCo Bezahldienstleistungen für kleine Geschäfte, aber auch für große Onlinehändler an. Brasilien gilt mit seinen mehr als 200 Millionen Einwohnern, von denen viele keinen Zugang zu klassischen Bankdienstleistungen haben, als besonders aussichtsreich.

Ein gutes Geschäft wittert Buffett im Ölsektor. Für die geplante Übernahme des Ölkonzerns Anadarko stellt Berk­shire dem Mitbewerber Occidental im Erfolgsfall zehn Milliarden Dollar zur Finanzierung bereit. Dafür bekäme Berk­shire im selben Gegenwert Vorzugsaktien mit acht Prozent Dividende - und zudem das Recht, 80 Millionen Occidental-Aktien zum Preis von 62,50 Dollar zu kaufen. Aktuell notiert die Aktie bei rund 60 Dollar.

Vita:
Langer Atem

Warren Buffett ist mit 86 Milliarden Dollar Privatvermögen der drittreichste Mensch der Welt und das Vorbild für den klassischen Value-Investor. Mit seiner Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway, hervorgegangen aus einer ­Textilfirma, erzielte er seit 1965 eine Rendite von über zwei Millionen Prozent - das sind gut 20 Prozent im Jahr.

Auf Seite 2: David Tepper: Mut zum Risiko


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Bildquelle: Rick Wilking/Reuters, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE

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