Ehe für alle und Privatbesitz: Kuba berät über neue Verfassung

Ehe für alle und Privatbesitz: Kuba berät über neue Verfassung
22.07.2018 16:45:41

HAVANNA (dpa-AFX) - Gleichgeschlechtliche Paare könnten in Kuba bald heiraten dürfen. Außerdem soll in dem sozialistischen Karibikstaat privater Besitz künftig anerkannt werden. Am Wochenende haben die Parlamentarier in der kubanischen Hauptstadt Havanna dazu über eine umfassende Reform der Verfassung von 1976 beraten. Am Montag soll der neue Entwurf verabschiedet werden. Nach einer Phase öffentlicher Konsultationen im ganzen Land sollen dann alle Kubaner in einem Referendum über die neue Verfassung abstimmen.

Die Ehe für alle wird vor allem von der Tochter des früheren Präsidenten Raúl Castro vorangetrieben. Als Direktorin des Nationalen Zentrums für Sexualerziehung (Cenesex) setzt sich Mariela Castro bereits seit langem für die Rechte von Homosexuellen und Transsexuellen ein. In der neuen Verfassung wird die Ehe als "freiwillige Verbindung zwischen zwei Personen" definiert. Das würde den Weg für die Eheschließung zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern frei machen.

Erstmals wird in der neuen Verfassung zudem auf den Begriff Kommunismus verzichtet. "Das bedeutet aber nicht, dass wir unsere Ideale aufgeben", sagte Parlamentspräsident Esteban Lazo. Die Kommunistische Partei Kubas wird die einzige legale Partei bleiben./gn/DP/he

Nachrichten

  • Nachrichten zu Aktien
  • Alle Nachrichten
pagehit