Euro-Rettungsschirm ESM kann maroden Banken direkt helfen

Euro-Rettungsschirm ESM kann maroden Banken direkt helfen
08.12.2014 19:44:48

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Nach langen Debatten ist der Euro-Rettungsschirm ESM zu direkten Finanzspritzen für marode Banken bereit. Der ESM könne aber nur bei lebensfähigen Großinstituten einspringen, wenn alle anderen Hilfsmöglichkeiten auf nationaler oder europäischer Ebene ausgereizt seien, sagte ESM-Chef Klaus Regling am Montag in Brüssel nach Beratungen mit den Euro-Finanzministern. Beim ESM in Luxemburg stünden höchstens 60 Milliarden Euro für die direkte Banken-Rekapitalisierung zur Verfügung. Normalerweise hilft der Krisenfonds nur Eurostaaten in Finanznot.

Um die Möglichkeiten von Bankenfinanzspritzen hatte es in der EU lange Streit gegeben. Mitte 2012 beschloss der EU-Gipfel, eine europäische Bankenaufsicht zu schaffen, um ESM-Finanzspritzen an Geldhäuser zu ermöglichen und abzusichern. Diese Aufsicht steht inzwischen - unter dem Dach der Europäischen Zentralbank (EZB). Beim Aufbau ihrer Bankenunion verfolgt die EU die Linie, bei Schieflagen vor allem Investoren und Eigentümer in die Pflicht zu nehmen und nicht die Steuerzahler. Die Hürden für direkte Hilfen aus dem ESM sind deshalb sehr hoch./cb/DP/jsl

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