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Family first: Diese fünf Familienunternehmen gehören jetzt ins Depot

Family first: Diese fünf Familienunternehmen gehören jetzt ins Depot

WKN: 858821 ISIN: FR0000120503 Bouygues S.A.

32,14 EUR
-0,70 EUR -2,13 %
10.12.2018 - 17:26
08.10.2018 04:15:00

Dank Faktoren wie einer besseren Finanzperformance, konservativeren langfristigen Geschäftsschwerpunkten und einem stärkeren Fokus auf Innovation kommen Familienunternehmen im Schnitt auf eine überdurchschnittliche Wertentwicklung an der Börse. Wir stellen fünf von der Credit Suisse als kaufenswert eingestufte Aktien von Familiengesellschaften vor, deren Kursziele bis zu 82 Prozent Luft nach oben lassen. Von Jürgen Büttner



Familienunternehmen sind die Eckpfeiler der meisten Volkswirtschaften, werden als wirtschaftliches Phänomen aber nur unzureichend vom Research abgedeckt. Das Credit Suisse Research Institute hat sich diesem Ungleichgewicht angenommen und zahlreiche Gründe ermittelt, warum familiengeführte Unternehmen in der Regel so erfolgreich und somit aus Anlegersicht attraktiv sind.



Das Research des Credit Suisse Research Institutes zu Familienunternehmen weltweit reicht bis 2008 zurück. Dabei definiert man familiengeführte Unternehmen als Firmen, bei denen die Gründer oder deren Nachkommen eine direkte Beteiligung von mindestens 20 Prozent halten oder mindestens 20 Prozent der Stimmrechte auf sich vereinen. Der CS Family 1000 Report, der erstmals 2017 veröffentlicht und kürzlich aktualisiert wurde, basiert auf einer Datenbank aus 1000 börsennotierten Familienunternehmen. Dieses breite Universum erstreckt sich um den gesamten Globus, wobei 40 Prozent der Unternehmen in Asien angesiedelt sind.


Das hervorstechende Merkmal familiengeführter Unternehmen ist deren Performance. Die Analysten bei der Schweizer Großbank haben festgestellt, dass Unternehmen in Familienbesitz in allen Regionen überdurchschnittlich abgeschnitten haben. Dabei finden sich die Familienunternehmen mit der besten Wertentwicklung seit 2006 in Deutschland, Italien, China und Indien. Die jüngsten Erkenntnisse verdeutlichen, dass die Unternehmen im beobachteten Universum die breiteren Aktienmärkte jährlich im Schnitt um 340 Basispunkte pro Jahr und 2017 sogar um 724 Basispunkte übertroffen haben.

Gestützt wird dieser Trend durch die Tatsache, dass familiengeführte Unternehmen auch aus finanzieller Sicht besser abschneiden als Nicht-Familienunternehmen. Das Wachstum des Umsatzes und des Gewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (EBITDA) fällt stärker, die EBITDA-Margen höher, die Cashflow-Erträge besser und die Verschuldung moderater aus. Darüber hinaus deutet eine Stil- und Bonitätsanalyse des verfolgten Universums auf eine starke Tendenz in Richtung Qualität hin. Zudem erfolgt die Finanzierung organischer und scheinen Unternehmen in Familienbesitz in Bezug auf ihre Geschäftsentwicklung einen konservativeren langfristigen Schwerpunkt zu setzen: Sie weisen höhere Investitionsausgaben und ein stärkeres Asset-Wachstum auf und stützen sich bei der Erwirtschaftung von Aktionärserträgen weniger auf Aktienrückkäufe.

Familiengeführte Unternehmen scheinen auch Innovationen einen größeren Stellenwert beizumessen, da die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) höher ausfallen. Die F&E-Finanzierung gestaltet sich für Familienunternehmen einfacher, da sie geringere Ausschüttungsquoten aufweisen. Vergleicht man das Wachstum und die Cashflow-Erträge nach Sektor und Größe (Small versus Large Caps), so wird deutlich, dass der «Familienfaktor» ein weitgehend universelles Phänomen darstellt und tatsächlich erkennbar ist. Auf den nachfolgenden Seiten stellen wir fünf von der Credit Suisse als kaufenswert eingestufte Aktien von Familiengesellschaften aus Europa und China vor.

Auf Seite 2: Bouygues



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