ARBEITSNIEDERLEGUNG

Frankfurter Flughafen droht am Dienstag Streikchaos

Frankfurter Flughafen droht am Dienstag Streikchaos

WKN: 577330 ISIN: DE0005773303 Fraport AG

62,46 EUR
-0,30 EUR -0,48 %
16.01.2019 - 19:48
11.01.2019 13:21:08

Flugreisende in Deutschland müssen sich auch in der kommenden Woche auf erhebliche Störungen einstellen. Die Gewerkschaft Verdi kündigte für Dienstag einen erneuten Warnstreik des Sicherheitspersonals an, dieses Mal am Airport in Frankfurt. Die Beschäftigten der Flughafensicherheit sollten dort von zwei Uhr früh bis 20.00 Uhr ihre Arbeit niederlegen, teilte Verdi am Freitag mit.



Es sei mit starken Einschränkungen im Luftverkehr zu rechnen und nicht auszuschließen, dass weitere Flughäfen in den Warnstreik einbezogen würden. Die Lufthansa kündigte einen Sonderflugplan an. Wegen Warnstreiks an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld am Montag sowie an den Airports Düsseldorf, Köln/Bonn und Stuttgart am Donnerstag waren zuletzt bereits Hunderte Flüge ausgefallen.



Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport rechnete bislang mit rund 136.000 Passagieren für Dienstag. Wie viele der geplanten 1200 Starts und Landungen ausfallen, war zunächst unklar. Die Lufthansa will am Sonntagnachmittag ihre Passagiere über Änderungen und den Sonderflugplan an ihrem wichtigsten Drehkreuz informieren, wie ein Sprecher erläuterte.


Verdi begründete den erneuten Streikaufruf damit, dass der Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) bislang nicht bereit sei, ein verbessertes und verhandlungsfähiges Angebot für die rund 23.000 Beschäftigten im Bereich der Sicherheit an deutschen Flughäfen vorzulegen. Sollte es dabei bleiben, seien weitere Streiks nicht auszuschließen, kündigte Verdi-Verhandlungsführer Benjamin Roscher an.

Verdi fordert eine Erhöhung des Stundenlohns für die Beschäftigten bei Passagier-, Fracht-, Personal- und Warenkontrollen auf 20 Euro brutto. Nach Gewerkschaftsangaben erhält derzeit ein Beschäftigter, der in Berlin-Tegel oder Berlin-Schönefeld in der Passagierkontrolle tätig ist, brutto 17,12 Euro pro Stunde. Das bislang vorliegende Angebot der Arbeitgeber belaufe sich auf eine Erhöhung von rund 40 Cent. Die Arbeitgeber hatten demnach in der jüngsten Verhandlungsrunde am 20. und 21. Dezember ihr Angebot für eine Entgelterhöhung von 1,8 auf 2,0 Prozent pro Jahr bei einer zweijährigen Vertragslaufzeit erhöht. Die Lohnanpassung für ostdeutsche Bundesländer soll erst nach fünf Jahren beendet sein.

Die Verhandlungen sollen am 23. Januar in Berlin fortgesetzt werden.

rtr


Bildquelle: Fraport AG

Aktien in diesem Artikel

Fraport AG 62,46 -0,48% Fraport AG
Lufthansa AG 20,39 3,16% Lufthansa AG

Aktienempfehlungen zu Fraport AG

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
15.01.19 Fraport Hold Warburg Research
15.01.19 Fraport buy Deutsche Bank AG
09.01.19 Fraport Equal weight Barclays Capital
19.12.18 Fraport kaufen UBS AG
13.12.18 Fraport Underweight JP Morgan Chase & Co.
mehr Aktienempfehlungen

Nachrichten

  • Nachrichten zu Aktien
  • Alle Nachrichten
pagehit