Französischer Energiekonzern Engie steigert Gewinn deutlich - Aktie legt zu

Französischer Energiekonzern Engie steigert Gewinn deutlich - Aktie legt zu

WKN: A0ER6Q ISIN: FR0010208488 Engie (ex GDF Suez)

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02.04.2020 - 19:34
27.02.2020 09:59:51

PARIS (dpa-AFX) - Der französische Energiekonzern Engie (Engie (ex GDF Suez)) hat im Jahr 2019 dank der wieder laufenden Stromproduktion seiner belgischen Atomkraftwerke und guten Geschäften mit erneuerbaren Energien deutlich mehr verdient. Der Nettogewinn im fortgeführten Geschäft legte organisch um rund 11 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro zu, wie das Unternehmen am Donnerstag in Paris bei der Vorlage der Jahresbilanz mitteilte. Damit übertraf Engie die Erwartungen der Analysten klar, die im Schnitt nur mit 2,53 Milliarden Euro gerechnet hatten.

Am Kapitalmarkt kamen die Nachrichten zunächst gut an. Die im Eurostoxx 50 gelistete Engie-Aktie lag kurz nach Handelsbeginn rund ein Prozent im Plus und war damit der einzige Gewinner im Eurozonen-Auswahlindex

2020 soll der Nettogewinn im fortgeführten Geschäft zwischen 2,7 und 2,9 Milliarden Euro liegen. Der Ausblick basiert den Angaben zufolge auf einer erwartete Bandbreite des Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 10,5 bis 10,9 Milliarden Euro. Bis zum Jahr 2022 soll der Nettogewinn in einer Bandbreite zwischen 3,2 und 3,4 Milliarden Euro liegen und damit deutlich zulegen. Engie will zwischen 2020 und 2022 zudem rund 10 Milliarden Euro in sein Wachstum investieren.

Die Erlöse stiegen 2019 aus eigener Kraft - also ohne Zu- und Verkäufe sowie Währungseffekte - um 4,1 Prozent auf 60,1 Milliarden Euro. Das Ebitda kletterte organisch um rund 8 Prozent auf 10,4 Milliarden Euro. Nach zwischenzeitlichen Unterbrechungen waren die belgischen Atommeiler wieder hochgefahren worden. Die ungeplanten Abschaltungen hatten den Konzern 2018 Probleme bereitet, die Produktion war phasenweise stark eingeschränkt. In Deutschland sind Mängel an den belgischen Kraftwerken Tihange und Doel in der Vergangenheit immer wieder Grund zur Sorge gewesen.

Die Aktionäre sollen eine Dividende von 80 Cent je Anteilsschein erhalten und damit 7 Prozent mehr als im Vorjahr. Erst kürzlich hatte das Unternehmen mitgeteilt, dass es sich von seiner bisherigen Chefin Isabelle Kocher trennt. Derzeit hat ein Interimsmanagement ihre Aufgaben übernommen./eas/mne/

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