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Heideldruck will Gewinnschwelle senken und EK-Quote erhöhen

Heideldruck will Gewinnschwelle senken und EK-Quote erhöhen

WKN: 731400 ISIN: DE0007314007 Heidelberger Druckmaschinen AG

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18.09.2019 - 09:36
06.12.2013 09:43:32

Heidelberger Druckmaschinen will schneller profitabel werden und durch eine höhere Eigenkapitalquote das Vertrauen der Anleger zurückgewinnen.

Heideldruck wolle sich in einem bestenfalls stagnierenden Markt so aufstellen, dass der Konzern auch mit weniger Umsatz wieder dauerhaft Gewinn machen könne, sagte Vorstandschef Gerold Linzbach der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Freitagausgabe). Schon bei einem Umsatz 2,2 Milliarden Euro, anstelle von bisher 2,4 Milliarden Euro, solle diese Schwelle erreicht sein.

    Nach fünf Verlustjahren in Folge will der Manager das Vertrauen der Investoren wieder zurückgewinnen. Daher peilt Linzbach eine höhere Eigenkapitalquote an. Diese war auf 17 Prozent gefallen und soll nun langsam erhöht werden. Wenn Heideldruck im laufenden Geschäftsjahr wie versprochen wieder eine schwarze Null erwirtschafte, "dann kehrt auch das Vertrauen zurück, und es werden sich wieder neue Möglichkeiten auftun", sagte der Manager.  

    Linzbach hofft darauf, dass der Aktienkurs von aktuell 2,53 Euro auf 3,40 Euro steigt. Dann hätte der Konzern die Möglichkeit, eine Wandelanleihe über 60 Millionen Euro nicht mehr mit Zinsen, sondern mit neuen Aktien zu bezahlen, und könnte so die Eigenkapitalquote erhöhen, "Wenn Sie fünf Jahre lang ihre Ziele nicht erreicht haben, wird es schwer, Investoren zu begeistern". Eine Kapitalerhöhung schließe er deshalb fürs Erste aus.

    Frisches Geld würde dem Konzern vor allem helfen, seine Verlustbringer schneller zu verkaufen oder zu schließen und damit mögliche Abschreibungen zu verkraften. Dabei geht es nach Linzbachs Worten um etwa 200 Millionen Euro Umsatz - also etwa knapp 10 Prozent der Gesamterlöse - die richtig schlecht seien und die Gewinnrechnung dauerhaft belasteten. Dem Bericht zufolge geht es um Zusatzmaschinen wie Stanzen und Peripheriegeräte.

    Die Druckmaschinenbauer stecken tief in der Krise, die digitale Revolution hat sie in ihren Grundfesten erschüttert. Jede Hoffnung auf ein baldiges Ende der Absatzflaute hatte sich in der Vergangenheit immer als Trugschluss erwiesen, stattdessen musste die Branche immer weiter Stellen abbauen und ihre Erwartungen noch mehr herunterschrauben.

dpa-AFX


Bildquelle: Heidelberger Druckmaschinen AG

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