AKTIE DER WOCHE

IBM-Aktie: Wie der IT-Gigant wieder wachsen will

IBM-Aktie: Wie der IT-Gigant wieder wachsen will

WKN: 851399 ISIN: US4592001014 IBM Corp. (International Business Machines)

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27.10.2020 - 16:08
08.05.2017 07:30:00

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Hyperintelligenter Steuersparer



Und es soll noch mehr werden. Mit dem selbstlernenden Supercomputer Watson hat sich IBM einen Technologievorsprung verschafft. Ärzte nutzen Watson in der Krebstherapie. Auch Großkonzerne setzen ihn bereits sein. Steuerberatungsprofi H & R Block nutzt das Superhirn in seinen 10 000 Filialen, wo elf Millionen Bürger ihre Steuererklärung erledigen. Watson arbeitete sich durch 74 000 Seiten Steuergesetze und befasste sich mit Tausenden Steuerfragen von Kunden aus sechs Dekaden. Steuerexperten gehen davon aus, dass der Computer Bürgern zu höheren Rückerstattungen verhelfen kann.

Der Direktversicherer Geico, der zu Warren Buffetts Imperium gehört, nutzt Watson, um Kundenfragen zu bearbeiten. Der Bürobedarfsfilialist Staples und das Kaufhaus Macy’s setzen ihn ein, um mobile Apps zu optimieren. "Watson wird ein wirklich schlauer virtueller Assistent", freut sich IBM-Manager David Kenny.

Künstliche Intelligenz hilft, Arbeitsprozesse zu optimieren. Die Marktforscher von IDC prognostizieren, dass ab 2018 neue Unternehmenssoftware zu 75 Prozent mit künstlicher Intelligenz arbeiten wird. IBM ist Pionier. Zwar versuchen Amazon, Microsoft, Apple und Co aufzuholen. Doch Finanzchef Schroeter gibt alles, um den Vorsprung zu halten. Er erhöhte die Forschungs- und Entwicklungsausgaben von 1,46 auf 1,53 Milliarden Dollar - im Quartal!

Am Marist College in Poughkeepsie etwa tüfteln Studenten in einem eigenen IBM-Datenzentrum im Untergeschoss. Seit über 30 Jahren kooperiert die Uni mit Big Blue. Die Jobaussichten für die Absolventen sind prächtig. 90 000 Dollar Einstiegsgehalt und ein Startbonus von 20 000 Dollar seien Usus, heißt es auf dem Campus.

Im Kampf um die besten Köpfe, die künftig das Wachstum sichern sollen, ist das ein gutes Argument. Obwohl der Bundesstaat New York weit weg liegt von Kalifornien, war IBM-Chefin Virginia Rometty dabei, als Präsident Donald Trump die führenden Technologie-Vorstände aus dem Silicon Valley einlud. Rometty versprach bei dem Treffen, in den kommenden vier Jahren 25 000 Amerikaner einzustellen. Wobei das nur die halbe Wahrheit ist. In den weniger zukunftsträchtigen Sparten baut sie auch Stellen ab, um die Kosten zu senken.



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Bildquelle: BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE

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