In den beiden größten Euroländern Deutschland und Frankreich trübte sich die Stimmung jeweils ein. In der drittgrößten Volkswirtschaft Italien hellte sie sich hingegen überraschend auf. Es war die erste Stimmungsaufhellung in der italienischen Industrie nach fünf Rückgängen in Folge, wobei der Indikator aber weiterhin knapp unter der Wachstumsgrenze von 50 Punkten liegt. In Spanien trübte sich die Stimmung dagegen stärker als erwartet ein, der Indexwert lag hier allerdings weiter über der Expansionsschwelle.

"Der Dezember rundet eine enttäuschende Entwicklung des Eurozone-Industriesektors in diesem Jahr ab", kommentierte Markit-Chefökonom Chris Williamson. Seiner Einschätzung nach steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Industrie das gesamte Wirtschaftswachstum im vierten Quartal gebremst haben dürfte. Es sei "besorgniserregend", dass der aktuelle Produktionslevel einzig und alleine aus der Abarbeitung der Auftragsbestände resultiere.

"Bleibt zu hoffen, dass sich die jüngste Schwäche als kurzfristig herausstellt und lediglich das Ergebnis der Proteste in Frankreich und der Anpassung des Automobilsektors an die neuen Emissionsregeln ist", sagte Williamson weiter.

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Region/Index Dezember Prognose Vorläufig Vormonat

EURORAUM

Verarb. Gew. 51,4 51,4 51,4 51,8

DEUTSCHLAND

Verarb. Gew. 51,5 51,5 51,5 51,8

FRANKREICH

Verarb. Gew. 49,7 49,7 49,7 50,8

ITALIEN

Verarb. Gew. 49,2 48,4 --- 48,6

SPANIEN

Verarb. Gew. 51,1 52,4 --- 52,6°

(Angaben in Punkten)

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