Die Finanzdienstleister müssen weltweit auf die Herausforderungen der Corona-Pandie reagieren. Alte Geschäftsfelder als Einnahmequellen brechen weg. Da macht auch Mastercard keine Ausnahmen. So hatte de Kreditkartenanbieter Mastercard von September bis Dezember 2020 Einbußen im Reisegeschäft zu verschmerzen, das wurde jedoch von steigenden Umsätzen durch Online-Bezahlvorgänge im Einzelhandel teilweise kompensiert.

Im abgelaufenen vierten Quartal fielen die Erlöse um sieben Prozent auf 4,1 Milliarden Dollar, teilte Mastercard am Donnerstagabend in New York mit. Der Nettogewinn sank dabei im Vorjahresvergleich um 15 Prozent auf 1,8 Milliarden Dollar. Dennoch fielen die Quartalszahlen besser aus als erwartet . In Konsensschätzungen hatten Analysten im Vorfeld einen Gewinn von lediglich 1,5 Milliarden Dollar erwartet.

Bezahlvorgänge via Kreditkarte steigen weltweit


Da durch die Covid-Pandemie der Reiseverkehr praktisch zum Erliegen gekommen ist, gingen viele lukrative Hotel- oder Flugbuchungen verloren, die in der Regel mit Kreditkarten bezahlt werden. Das setzte Mastercard zu. Zu Gute kam dem US-Konzern jedoch, dass immer mehr Menschen weltweit im Online- sowie im stationären Einzelhandel auf kontaktlose Bezahllösungen zurückgreifen. "Die Dynamik, die wir in das Jahr 2021 bringen, spiegelt wider, wie sich unsere Mitarbeiter den Herausforderungen des letzten Jahres gestellt haben. Unsere Zahlungslösungen, Dienstleistungen und Erkenntnisse unterstützten unsere Kunden und Verbraucher um die Herausforderungen der Pandemie zu bewältigen", so Mastercard-Chef Michael Miebach.

Zudem zeigte sich Miebach zuversichtlich für den weiteren Geschäftsverlauf in 2021. Er sehe sein Unternehmen durch zahlreiche strategische Partnerschaften bei Online-Bezahllösungen - unter anderem mit PayPal - gut aufgestellt, um weitere Zuwächse im Kreditkartengeschäft zu generieren.

Mastercard-Aktie steigt


Wie die Wettbewerber American Express und Visa verdient Mastercard an Gebühren für Zahlungen mit Kreditkarten. Derzeit ist das Bezahlen im Online-Handel der Sektor, der am meisten Umsatz bei dem US-Zahlungsdienstleister generiert und auch eigenen Aussagen zufolge das höchste Steigerungspotenzial verspricht.

Das sehen anscheinend die Aktionäre von Mastercard genauso. Die Aktie legte nach Bekanntgabe der Q4-Ergebnisse an der Börse in New York um 2,8 Prozent zu. Dennoch ist Vorsicht geboten. Einerseits bewegt sich der die Mastercard-Aktien seit einem Jahr in einer stabilen Seitwärtsrange von 291,20 bis 268,15 Euro.

Zudem stellt die einstige Haupteinnahme-Quelle, die Hotel- und Reisebranche, ein schwer zu kalkulierendes Risiko für das Unternehmen dar. Niemand kann derzeit sage, ob und wann unbeschwertes Reisen wieder möglich ist. Dieser Umstand kann auch bei Mastercard zu weitere Einbußen bei Umsatz und Gewinn führen, wenn Kunden für den Tourismus kein Geld ausgeben wollen oder dürfen.

Fazit von boerse-online.de: Wir beobachten den Titel weiterhin.