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Merck: Die Aktie im Jubiläumsjahr zwischen Hoffen und Bangen

Merck: Die Aktie im Jubiläumsjahr zwischen Hoffen und Bangen

WKN: 514000 ISIN: DE0005140008 Deutsche Bank AG

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18.06.2018 - 17:35
13.03.2018 20:00:00

Wie ist die Lage bei Merck? Die wichtigsten Punkte für das Unternehmen, was die Experten sagen und wie es für die Aktie läuft.

Das ist los bei Merck



Aus einer altehrwürdigen Darmstädter Apotheke wurde binnen 350 Jahren der global agierende Wissenschafts- und Technologiekonzern Merck mit gut 50 000 Mitarbeitern. Diese Narrative verbreitet Merck gern von sich selbst, und tatsächlich ist das Unternehmen aus der hessischen Provinz schon lange kein Mauerblümchen mehr. Dennoch hat der Konzern, der in diesem Jahr mit viel Pomp sein rundes Jubiläum feiert, bislang vergeblich versucht, sich in der öffentlichen Wahrnehmung vom Stempel des klassischen Pharma- und Chemieunternehmens zu befreien.


Auch durch mehrere Übernahmen in den vergangenen Jahren haben sich die Darmstädter ein Potpourri moderner Technologien zusammengestellt: Von Merck kommen etwa Spezialmaterialien für die Halbleiterindustrie und Pigmente für Autolacke oder dekorative Kosmetik. Viel Geld und Hoffnung steckt der Konzern auch in die Beleuchtungstechnologie Oled. Lange Zeit war Merck unangefochtener Marktführer bei den Flüssigkristallen, doch genau in diesem wichtigen Geschäft gräbt derzeit die Konkurrenz aus China. Im vergangenen Jahr drückte dieser Kampf auf das Ergebnis der übergeordneten Sparte für Spezialmaterialien. Sie soll nun unter der Leitung ihres im vergangenen Herbst neu bestellten Chefs Kai Beckmann umgekrempelt werden.


Merck-Chef Stefan Oschmann hat deshalb vorsorglich die Investoren auf eine Schwächephase im Jubiläumsjahr eingestellt. Erwartet wird für 2018 ein moderates Umsatzwachstum aus eigener Kraft, das bereinigte Betriebsergebnis dürfte hingegen sinken. 2019 soll es wieder aufwärts gehen. Dabei hat allerdings auch die wichtige Pharmasparte noch ein gutes Wegstück vor sich. Da frühere Kassenschlager immer weniger abwerfen, richtet Oschmann das Pharmageschäft derzeit neu aus. Erfolgsgaranten sind die neuen Hoffnungsträger, die Krebsimmuntherapie Bavencio (Avelumab) und das Multiple-Sklerose-Mittel Mavenclad (Cladribin), aber noch nicht.

Dass noch immer keine Entscheidung über die Zukunft des Geschäfts mit rezeptfreien Arzneien gefallen ist, macht es nicht leichter. Oschmann schweigt sich derzeit darüber aus, ob ein Komplett- oder Teilverkauf oder die Einbringung in ein Gemeinschaftsunternehmen anstehen könnten. Anfang 2018 steht der Merck-Chef nun wohl einzig mit einer richtig gut laufenden Laborsparte da, die vor allem dank der Ende 2015 vollzogenen Übernahme des US-Laborausrüsters Sigma-Aldrich auf Kurs ist.

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Bildquelle: Merck KGaA

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