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Milliardenübernahmen: Worauf Anleger achten sollten

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13.12.2019 - 09:32
16.06.2017 07:00:00

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E.On: Dünne Eigenkapitaldecke



Der Energieversorger Eon hat aufgrund der Aufspaltung und der damit verbundenen Abschreibungen kaum noch Rücklagen

Wie die Pfunde von Vorstandschef Johannes Teyssen, so ist in den vergangenen Jahren auch das Eigenkapital des einst größten deutschen Energieversorgers Eon dahingeschmolzen. Ende 2016 hatten die Abspaltung des konventionellen Energiegeschäfts, hohe Rückstellungen für den Rückbau der Atomkraftwerke und höhere Pensionsverpflichtungen aufgrund der historisch niedrigen Zinsen die Kapitaldecke auf mickrige 1,3 Milliarden Euro reduziert. Zu diesem Zeitpunkt betrug die Eigenkapitalquote, also das Verhältnis von Eigenkapital zur Bilanzsumme, gerade noch zwei Prozent.

Mitte März gelang es Eon, durch eine Kapitalerhöhung 1,35 Milliarden Euro frisches Geld einzusammeln und damit die Eigenkapitalausstattung mehr als zu verdoppeln. Dennoch bleibt der Versorger das am schwächsten kapitalisierte Unternehmen im DAX.

Jedes der von uns identifizierten Bilanzrisiken (siehe Tabelle Seite 3) stellt damit eine Bedrohung für das Eigenkapital der Düsseldorfer dar und könnte weitere Abschreibungen oder sogar erneute Kapitalmaßnahmen notwendig machen.

Besonders auffällig sind die hohen Pensionsverpflichtungen des Versorgers. Darunter versteht man die Summe der Rentenansprüche aller Eon-Mitarbeiter. Zwar hat der Konzern 80 Prozent der Pensionsverpflichtungen ausfinanziert und will das Pensionsvermögen um bis zu eine Milliarde Euro erhöhen, doch die anhaltend niedrigen Zinsen machen es allen Unternehmen schwer, ausreichend Rendite zu erwirtschaften, um die Pensionszusagen zu erfüllen.

So musste Eon im ersten Quartal 2017 fast vier Milliarden Euro für Pensionen zurückstellen, wodurch der ohnehin große Schuldenberg weiter wuchs.

Dem Unternehmen bereitet das nach Aussage eines Sprecher keine Sorgen. Schließlich seien erste Zeichen einer Änderung bei der Zinspolitik der Notenbanken sichtbar, heißt es.

Zudem plane das Unternehmen, die Verschuldung mittelfristig um mehr als sechs Milliarden Euro zurückzufahren und dadurch die Bilanz zu stärken. Dabei komme Eon "zügig voran", wie Finanzchef Marc Spieker Anfang Mai bei der Vorlage der Zahlen für die ersten drei Monate des Jahres betonte.

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Bildquelle: Tony Gentile/Reuters, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE

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