Millionenschaden durch Betrug mit Pay-TV-Kennwörtern

Millionenschaden durch Betrug mit Pay-TV-Kennwörtern
15.11.2018 13:19:40

REGENSBURG (dpa-AFX) - Mit dem illegalen Verkauf von Abonnements für Bezahlfernsehen (Pay-TV) sollen fünf Männer einen Millionenschaden verursacht haben. Seit Donnerstag muss sich die Gruppe vor dem Landgericht Regensburg verantworten. Die Generalstaatsanwaltschaft Bamberg wirft zwei Männern unter anderem Bildung einer kriminellen Vereinigung und Computerbetrug in fast 145 000 Fällen vor, den drei weiteren Angeschuldigten Computerbetrug und Ausspähen von Daten.

Die heute zwischen 33 und 46 Jahre alten Männer richteten den Ermittlungen nach Internetseiten ein, über die sie sogenannte Cardsharing- und IPTV-Angebote verkauften. Deren Abonnenten erhielten so Zugang zu verschlüsselten Fernsehprogrammen. Die Bande soll auf diese Weise etwa 1,6 Millionen Euro illegal verdient haben. Zwei der Angeklagten sitzen in Untersuchungshaft. Der Anklage zufolge entstand dem Pay-TV-Sender ein Schaden in Höhe von knapp 17 Millionen Euro. Die Verteidiger betonten zum Prozessauftakt, dass es sich dabei eher um einen erwarteten Betrag als um einen tatsächlichen handele.

Bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg ist die Zentralstelle Cybercrime für Bayern angesiedelt. Die Behörde ist zuständig für Computerkriminalität. Weil einer der Angeklagten aus der Umgebung von Regensburg stammt, wird am dortigen Landgericht verhandelt. Das Urteil ist für Februar geplant./fuw/DP/tos

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