New Yorks Bürgermeister: 'Ganz anderes Bild' bei erneuten Protesten

New Yorks Bürgermeister: 'Ganz anderes Bild' bei erneuten Protesten
03.06.2020 17:54:41

NEW YORK (dpa-AFX) - Nach Ausschreitungen am Rande von friedlichen Protesten nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd sind die Demonstrationen in der Nacht zum Mittwoch in New York nach Einschätzung von Bürgermeister Bill de Blasio "überwiegend friedlich" verlaufen. Im Vergleich zu den Nächten davor sei es ein "ganz anderes Bild" gewesen, sagte de Blasio am Mittwoch bei einer Pressekonferenz.

Es habe allerdings auch in der Nacht zum Mittwoch "einige Vorfälle gegeben, bei denen Menschen entschieden haben, etwas Illegales oder Gewaltsames zu unternehmen, aber das war selten". Die Polizei habe darauf schnell reagiert - und die friedlichen Proteste respektiert. Neue Polizei-Strategien hätten gewirkt, es bleibe aber noch viel Arbeit, sagte de Blasio weiter.

In der Millionenmetropole hatten auch am Dienstag und in der Nacht zum Mittwoch wieder Tausende Menschen gegen Rassismus und Polizeibrutalität demonstriert - viele davon auch nach Beginn einer nächtlichen Ausgangssperre um 20.00 Uhr Ortszeit.

Medienberichten zufolge gab es erneut zahlreiche vorübergehende Festnahmen. Eine größere Gruppe von Demonstranten steckte Berichten zufolge über einen längeren Zeitraum auf der Manhattan Bridge fest, weil die Polizei sie weder in Brooklyn noch in Manhattan von der Brücke herunterziehen lassen wollte. Die Situation endete jedoch friedlich und die Demonstranten konnten die Brücke wieder verlassen.

In den Nächten zuvor hatte es vor allem in Manhattan und der Bronx Plünderungen und gewaltsame Ausschreitungen gegeben. Zahlreiche Geschäfte hatten daraufhin ihre Schaufenster mit Sperrholzplatten verbarrikadiert.

Der Afroamerikaner Floyd war in der vergangenen Woche bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis getötet worden. Im ganzen Land breiteten sich daraufhin Proteste aus./cah/DP/mis

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